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"Nautilus" fischt im Internet

"Nautilus" fischt im Internet

TRIER. (dpa/sh) In der bundesweiten Operation "Nautilus" gegen Kinderpornografie im Internet hat die Polizei unter anderem 13 Wohnungen in Rheinland-Pfalz durchsucht. Auch die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt gegen eine Verdächtige.

Rund 200 Wohnungen und Geschäftsräume ließ das Landeskriminalamt (LKA) Hessen im Rahmen der dreiwöchigen Aktion "Nautilus" durchsuchen, um Kinderpornografie im Internet zu bekämpfen. Bei Durchsuchungen in 15 Bundesländern und im Ausland beschlagnahmte die Polizei insgesamt 26 PC, 1149 CD-Rom und DVD, 121 Disketten, 15 Wechsellaufwerke und 40 Videokassetten. Auch in Rheinland-Pfalz wurden 13 Objekte durchsucht. Bei der Staatsanwaltschaft Trier ist nun ein Ermittlungsverfahren gegen eine Verdächtige aus der Region Wittlich anhängig, bei der die Kripo Wittlich drei PC zur Auswertung sicherstellte. Laut hessischem LKA in Wiesbaden waren die Tatverdächtigen Kunden eines Providers im Rhein-Main-Gebiet, der ihnen Kontakte zu vorwiegend kinderpornografischen Angeboten vermittelt hatte. Die Verdächtigen in Rheinland-Pfalz sollen sich dabei nicht nur kinderpornografische Daten aus dem Internet heruntergeladen, sondern auch Daten getauscht und ins Internet eingestellt haben, berichtete das LKA in Mainz. Weitere Ermittlungen laufen bei den Staatsanwaltschaften in Kaiserslautern, Zweibrücken, Koblenz, Frankenthal, Landau und Mainz.