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Neu belebte Initiative will mehr Arbeitskräfte in die Region locken

Neu belebte Initiative will mehr Arbeitskräfte in die Region locken

Vor zwei Jahren stand der Interessenverband Initiative Region Trier (IRT) vor dem Kollaps. Nach einer Entschlackungskur sieht sich die IRT jedoch fit für die Zukunft. Der Vulkaneifelkreis will vorerst trotzdem nicht wieder beitreten.

Es ist nicht allzu lange her, da gab ein Mitglied nach dem anderen der Initiative Region Trier (IRT) den Laufpass. Die 1984 vom Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, dem Vulkaneifelkreis, der Stadt Trier, den Wirtschaftskammern sowie der Bitburger Brauerei gegründete IRT war vor allem Unternehmern zu bürokratisch und zu teuer. Statt Standortmarketing zu machen und die Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft zu verbessern, habe sich die IRT in "sinnloser Tageritis" verzettelt, lautete ein Vorwurf.

Der Protest führte schließlich zur Ablösung der alten IRT-Spitze und zur Neuorganisation. Mit dem Ergebnis seien nun alle Beteiligten zufrieden, sagte am Dienstag der IRT-Vorsitzende und Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen: "Es läuft hervorragend."

Das hat sich geändert: Die Geschäftsführung ist bei der Industrie- und Handelskammer angesiedelt. Die jährlichen Mitgliedsbeiträge wurden drastisch gesenkt. Die Gremien wurden entstaubt, der Beirat abgeschafft, ein Großteil der Arbeitskreise gestrichen. Stattdessen gibt es zwei Foren, die sich mit Wirtschaft und Kultur/Genuss beschäftigen.

"Wir haben aus vielem Diffusen einige wenige, dafür aber ganz konkrete Projekte gemacht", sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Manfred Bitter. Dabei geht es unter anderem um Fachkräftesicherung. Allein im gewerblichen Bereich seien derzeit 3500 Jobs unbesetzt. Nun will die Initiative mit Imagewerbung Fachkräfte von außerhalb in die Region locken.

Auch regionale Verkehrsprojekte wie der Lückenschluss der Autobahn A?1 und die Neuauflage einer Kultur- und Freizeitkarte sind wichtige Anliegen.

Rund um Daun scheint man da anderer Meinung zu sein. Der vor zwei Jahren ausgetretene Vulkaneifelkreis denke derzeit nicht über einen neuerlichen Beitritt nach, sagt Landrat Heinz Onnertz. "Ein Riesenfehler", meint der IRT-Vorsitzende Jensen.