Etwa 14 Millionen Euro veranschlagt: Neuer Zaun gegen Atomwaffengegner: „Quälend lange Planung“

Etwa 14 Millionen Euro veranschlagt : Neuer Zaun gegen Atomwaffengegner: „Quälend lange Planung“

Zum Schutz gegen Atomwaffengegner bekommt der Fliegerhorst Büchel in der Eifel einen neuen Zaun. Inklusive einem Postenweg, einer vorläufigen zusätzlichen Umzäunung sowie neuen Sensoren und Kameras schlägt jeder Kilometer laut Planung mit mehr als einer Million Euro zu Buche

„Für die Gesamtkosten werden etwa 14 Millionen Euro veranschlagt“, teilte ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn mit.

Baubeginn des 11,5 Kilometer langen Zauns sei am 6. Mai dieses Jahres gewesen. Fertig werden solle er 2021. Damit verzögert sich das Projekt stark. Bei Büchel liegen nach unbestätigten Informationen die rund 20 letzten US-Atombomben in der Bundesrepublik.

Immer wieder haben Demonstranten den alten Zaun um den Militärflugplatz überwunden und sich Prozesse wegen Hausfriedensbruchs eingehandelt. Nun geht es sogar um drei Zäune: um die alte Umzäunung, um einen provisorischen Zaun zur Verstärkung und um die künftige Einzäunung. Die Zäune sind laut dem Bundesamt unter anderem mit obenliegenden Drahtrollen mehr als zwei Meter hoch.

Der Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Hans-Peter Bartels (SPD), kritisierte in seinem Jahresbericht 2017: „Ein abschreckendes Beispiel für quälend lange Planungs- und Bauphasen bietet die geplante Errichtung eines Schutzzauns im Bereich des Nato-Flugplatzes Büchel.“ Der Inspekteur der Luftwaffe habe das Projekt 2007 erstmals verhandelt. Drei Jahre später habe der Nordatlantikrat es gebilligt. Weitere vier Jahre darauf habe es eine „gemeinsame Betrachtung zur Realisierung“ gegeben. Laut Bartels erscheint es widersinnig, „dass ein weder architektonisch noch bautechnisch in besonderer Weise anspruchsvolles Vorhaben“ sich eineinhalb Jahrzehnte hinziehe.

Jahresbericht des Wehrbeauftragten 2017

Taktisches Luftwaffengeschwader 33