Neues Gesicht in oberster Etage

Neues Gesicht in oberster Etage

KOBLENZ. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz hat eine neue Vize-Chefin. Die 50-jährige FDP-Kommunalpolitikerin Monika Becker tritt die Nachfolge von Elke Hoff an, die für die Liberalen in den Bundestag eingezogen ist.

Eine FDP-Frau folgt der nächsten. Weil die bisherige Vize-Chefin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz, Elke Hoff, seit November für die Liberalen im Bundestag sitzt, wurde der Posten kürzlich parteiintern vergeben. Mit der 50-jährigen Monika Becker sitzt eine erfahrene, langjährige Kommunalpolitikerin auf dem Stuhl der Vizepräsidentin der Koblenzer Behörde. Seit 1976 ist sie Mitglied der Liberalen. Monika Becker lebt in Winden im Westerwald. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Söhne. Von Beruf ist sie Betriebswirtin. Becker ist seit 2004 FDP-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Rhein-Lahn. Gleichzeitig ist sie auch stellvertretende Kreisvorsitzende ihrer Partei. Bis 2004 war sie auch Vize-Vorsitzende der Liberalen im Bezirk Koblenz. Im Januar wurde sie vom rheinland-pfälzischen Kabinett offiziell als Nachfolgerin von Hoff ernannt. Kürzlich führte SGD-Nord Präsident Hans-Dieter Gassen sie in ihr Amt ein.Vom Ministerium in Landesbehörde

Vor ihrem Wechsel in die SGD Nord arbeitete Becker im vom stellvertretenden rheinland-pfälzischen FDP-Vorsitzenden und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Hans-Artur Bauckhage, geführten Wirtschaftsministerium in Mainz. Die in Fulda geborene Politikerin war dort im Bereich Tourismus tätig. Unter anderem war sie für touristische Projekte im Unesco-Welterbe-Gebiet Oberes Mittelrheintal zuständig. Zuvor arbeitete sie im Amt für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Mainz. In der Struktur- und Genehmigungsdirektion ist sie nicht nur Vertretung des Präsidenten Hans-Dieter Gassen (SPD), sondern auch Abteilungsleiterin für Raumordnung, Naturschutz, Bauwesen, Enteignung und Entschädigung - alles durchaus Themenfelder, die auch in ihrer Tätigkeit als Kommunalpolitikerin eine Rolle spielen. Doch die SGD-Nord-Vizechefin schließt Interessenskonflikte zwischen ihrem Posten und ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit aus. Sie werde daher auch weiterhin FDP-Fraktionschefin im Kreistag bleiben, sagte Becker gegenüber unserer Zeitung. Die Vereinbarkeit beider Tätigkeiten sei zuvor von der Kreisverwaltung und vom Landkreistag "ausführlich" geprüft worden. Auch im Innenministerium schließt man Konflikte aus. Lediglich die in Trier ansässige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion beaufsichtige die Landkreise, nicht aber die SGD Nord, so ein Ministeriumssprecher. Insoweit liege bei der Tätigkeit Beckers keine Unvereinbarkeit von Amt und Mandat vor.