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„Nicht tolerierbar“: Widerspruch für AfD-Mann Frisch

Landtagswahl : „Nicht tolerierbar“: Widerspruch für AfD-Mann Frisch

Der rheinland-pfälzische AfD-Spitzenkandidat Michael Frisch erntet Widerspruch für sein Interview mit dem Volksfreund. Andreas Heinz weist Aussagen zurück, wonach er ein Mandat im Wahlkreis Trier-Schweich deshalb nicht annehmen wolle, weil er von seinem Umfeld ausgegrenzt werde.

(flor)

„Es ist richtig, dass ich im Falle einer Wahl auf mein Mandat verzichten werde“, schreibt Heinz in einer Mail an unsere Redaktion. Die Begründung von Frisch spiegele aber nicht die tatsächlichen Beweggründe. Heinz begründet seinen Schritt damit, dass die AfD im Trierer Kreisverband und in der Stadtratsfraktion einen Mitarbeiter beschäftigt hat, der mal NPD-Kandidat in Baden-Württemberg war und den Verfassungsschützer auf dem Schirm hatten.

Bevor er zum Kandidaten für das AfD-Direktmandat gewählt worden sei, habe er Frisch deutlich seine Meinung und Ablehnung zum Thema Extremismus vermittelt und seine Philosophie einer bürgerlich-konservativen Politik dargestellt, so Heinz. „Für mich ist es nicht tolerierbar, mit Extremismus, egal in welcher Form, in Verbindung gebracht zu werden. Wäre mir diese Information über die  Mitarbeit einer Person aus dem extremistischen Umfeld  in der kurzfristigen Vergangenheit bekannt gewesen, hätte ich von vorneherein auf die Kandidatur verzichtet. Für mich ist das ein klares Zeichen von nicht-ehrlicher Kommunikation.“ Frisch behauptete wiederum, Heinz habe die „soziale Ausgrenzung und Ächtung“ unterschätzt, die mit einer AfD-Kandidatur einhergehe.