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Nordafrikanische Banden spielen in der Region keine Rolle

Nordafrikanische Banden spielen in der Region keine Rolle

Nicht nur in Köln, auch in Trier rätselt man, ob es Zufall ist, dass sich an Silvester mehr als 120 junge Männer, die hauptsächlich aus Nordafrika stammen, am Bahnhof trafen. Die Trierer Polizei betont, sie sei gut vorbereitet gewesen.

"Dass sich eine so große Zahl junger, teils alkoholisierter Männer aus überwiegend nordafrikanischen Staaten eingefunden hat, hat uns dennoch überrascht", sagt Polizeisprecher Uwe Konz. Die Bundespolizei hatte die Landespolizei hinzugezogen, nachdem sich kurz nach 18 Uhr etwa 40 Nordafrikaner versammelt hatten. Manche der jungen Männer reagierten zwar aggressiv auf Personenkontrollen und auf den Hinweis, dass man sie im Auge behalte. Zu Straftaten ist es laut Polizei am Bahnhof jedoch nicht gekommen. Die meisten der jungen Männer trafen mit Bus und Bahn ein, ein Teil von ihnen lebt laut Polizei in Trierer Flüchtlingsunterkünften. Ob sie sich verabredet hatten, ist unbekannt. Bandenstrukturen, wie es sie in Köln gebe, oder Vergehen, bei denen die Täter in Massen auftreten, sind der Trierer Polizei nicht bekannt. Die Polizei in Rheinland-Pfalz hatte laut Innenministerium keine Vorgaben für gezielte Kontrollen bekommen. Das gezielte Kontrollieren von Nordafrikanern in Köln hat eine Rassismus- Debatte ausgelöst. Auch das Multikulturelle Zentrum Trier kritisiert es, wenn Menschen allein aufgrund ihrer vermuteten Herkunft kontrolliert werden. Es handele sich um "racial profiling". Dies verstärke rassistische Strömungen in der Bevölkerung und trage zur Diskursverschiebung nach rechts bei, "weil natürlich nur nordafrikanisch aussehende Täter erfasst werden, wenn nur nordafrikanisch aussehende Menschen kontrolliert werden". Mos