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Nürburgring vor Insolvenz - Beck kritisiert EU-Kommission

Nürburgring vor Insolvenz - Beck kritisiert EU-Kommission

Der weltbekannte Nürburgring steht vor der Insolvenz. Dies teilte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) am Mittwoch in Mainz mit. Beck bat die staatliche Besitzgesellschaft Nürburgring GmbH, von sich aus ein Insolvenzverfahren einzuleiten. Er rechnet noch für Montag oder Dienstag mit dem Beginn des Insolvenzverfahrens.

Die EU-Kommission hat für eine Finanzspritze von Rheinland-Pfalz an die staatliche Besitzgesellschaft am Ring mehr Prüfbedarf angemeldet und auf ein Problem hingewiesen. Die Nürburgring GmbH braucht aber dringend Geld.

Beck übte scharfe Kritik an Brüssel, weil die Kommission die Rettungsbeihilfe nicht genehmigt habe wegen Bedenken im Hauptverfahren um die 524 Millionen Euro: „Das ist eine Vorgehensweise der EU-Kommission, die ich für bedenkenswert halte“, sagte er. Und fügte hinzu: „Das ist eine bittere Wahrheit, ist auch ein Stück Rechtsgeschichte, das da geschrieben wird.“

Der Vertreter des Landes soll nun in der Gesellschafterversammlung dafür eintreten, dass die Nürburgring GmbH von sich aus ein Verfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einleitet, teilte die Landesregierung mit. Die EU-Kommission habe nach zunächst positiven Signalen Ende vergangener Woche erklärt, dass vor dem 30. Juli möglicherweise keine positive Entscheidung über den Antrag auf Rettungsbeihilfe ergehen werde.

Mit dem bisherigen Pächter, der Nürburgring Automotive GmbH, habe man sich unterdessen darauf geeinigt, dass Besitz und Betrieb zum 31. Oktober 2012 an die Nürburgring GmbH zurückfallen. Streitfragen sollen in einem Schiedsverfahren geklärt werden. Die Nürburgring GmbH plante noch für den heutigen Mittwoch Betriebsversammlung bei #nring GmbH geplant.

Daten zum Nürburgring