Oberkail im Visier

MAINZ/OBERKAIL. (win/mr) Die US-Luftwaffe will Oberkail (Kreis Bitburg-Prüm) als "Ausstiegspunkt" für einen kontrollierten Flugzeugabsturz auf den Prüfstand stellen. Dies hat der kommandierende General für Europa, William T. Hobbins, der Landesregierung nach Angaben von Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) zugesagt.

Bruch hatte nach dem F-16-Absturz in der Eifel sowohl von US-Streitkräften wie Bundeswehr Informationen zu Gebieten für einen kontrollierten Ausstieg von Piloten bei möglichen Absturzgefahren verlangt. Von amerikanischer und deutscher Seite gebe es nun die Zusage, über die bis zum Absturz in Oberkail unbekannten Ausstiegspunkte in vereinbarten Arbeitsgruppen zu reden, sagte der Minister zum TV. "Wir waren betroffen, aber weder beteiligt noch informiert", kritisierte Bruch. Man müsse Bescheid wissen, um Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz vorzubereiten. Doch die Punkte werden weiterhin offiziell nicht mitgeteilt. Für das Bundeswehr-Geschwader Büchel in der Eifel ist der Truppenübungplatz Baumholder als etwaiges Ausstiegsgebiet vorgesehen. Bei den Untersuchungen des Absturzursache erhält die US Airforce Unterstützung von einem Offizier der deutschen Luftwaffe. Oberstleutnant Michael Baumgart von der Flugsicherheit der Bundeswehr in Köln-Wahn forscht nach Angaben der Air Base in Spangdahlem gemeinsam mit US-Spezialisten nach der Ursache des Crashs vom 14. September.

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