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Offenes Rennen um Chefposten im Landgericht Trier

Offenes Rennen um Chefposten im Landgericht Trier

Das Rennen um die Chefstelle am Landgericht Trier (der TV berichtete) ist wieder offen: Justizminister Jochen Hartloff (SPD) muss das Auswahlverfahren teilweise wiederholen. Auch der Richterwahlausschuss muss neu beraten.

Hartloff will das Risiko vermeiden, dass ihm die Entscheidung, seinen Favoriten Markus Gietzen (43, Zweibrücken) zum Präsidenten zu berufen, aus formalen Gründen vor Verwaltungsgerichten um die Ohren fliegt. Der unterlegene Bewerber, der Koblenzer Amtsgerichtsdirektor Karl-Hans Fischer (61), hat Konkurrentenklage angekündigt. "Aus dem Bewerberfeld wurden Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens im Präsidialrat geltend gemacht, der sich in richterlicher Unabhängigkeit selbst organisiert", hieß es laut Rhein-Zeitung aus dem Justizministerium in Mainz. Möglicherweise sei dem beteiligten Besetzungsgremium "bei der Einladung seiner Mitglieder" ein Fehler unterlaufen. In Trier geht es um die Nachfolge für den im August pensionierten Wolfgang Krämer. US