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Opfer der Familienfehde auf dem Weg der Besserung

Opfer der Familienfehde auf dem Weg der Besserung

Dem 21-jährigen Opfer der Familienfehde, die sich am Sonntagnachmittag unmittelbar vor der Polizeiinspektion in Kues abgespielt hatte, geht es wieder besser. Der Mann liegt allerdings weiter im Krankenhaus.

Bernkastel-Kues. Der 21-jährige Mann mit serbischer Staatsangehörigkeit war am Sonntagnachmittag in der Straße "Im Viertheil" in Kues bei einer Auseinandersetzung mit der Familie seiner Braut schwer verletzt worden (der TV berichtete). Die Wunde in der linken Nierengegend soll ihm vom 61-jährigen Vater der 17-Jährigen zugefügt worden sein. Dieser hatte mit vier weiteren Angehörigen das Mädchen in ein Auto zerren wollen. Das hatte die Trierer Staatsanwaltschaft am Montag mitgeteilt. Die Kosovo-Albanerin war zuvor zu ihrem Verlobten geflüchtet, weil die Familie gegen die Beziehung und die beabsichtigte Eheschließung war. Dem Opfer gehe es besser, sagte Chef-Staatsanwalt Horst Roos dem TV auf Anfrage. Allerdings befinde sich der Verletzte noch im Krankenhaus. Bei der Frage, wo sich die Braut aufhält, hielt er sich bedeckt.

Die Ermittlungen dauern an. Zu klären ist etwa die Frage, mit welcher Absicht die Angehörigen der jungen Frau nach Bernkastel-Kues gekommen waren. Nach eigener Aussage hatten sie sie zum Wohnsitz der Familie im Großraum Stuttgart bringen wollen. Die Tatsache, dass der Golf schon bei der Ankunft voll besetzt war, nähren Zweifel an dieser Darstellung.