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Ostermarsch in Kaiserslautern protestiert gegen Drohnenkrieg

Kaiserslautern. Etwa 200 Menschen haben beim Ostermarsch in Kaiserslautern gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung durch Militärstützpunkte in der Westpfalz protestiert. „Von unserer Region geht Krieg aus“, hieß es in dem Aufruf. Der Ostermarsch am Samstag richtete sich besonders gegen die Rolle des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein bei gezielten US-Angriffen mit Drohnen. Bundesweit gibt es nach Angaben der Veranstalter mehr als 100 Ostermarsch-Aktionen von Karfreitag bis Ostermontag. dpa

„Wir fordern, dass die Bundesregierung bei den von Ramstein aus gesteuerten Drohnen-Angriffen endlich eingreift“, sagte Pfarrer Detlev Besier von der Friedensinitiative Westpfalz. Traditioneller Abschluss beim Ostermarsch der Region ist seit 2002 ein Friedensgebet am Gedenkstein zur Erinnerung an die 70 Menschen, die 1988 bei einem Unglück während einer militärischen Flugschau in Ramstein ums Leben kamen.

Bei der Auftaktkundgebung bezeichnete die Landesvorsitzende der Grünen, Jutta Paulus, die Umstellung auf erneuerbare Energien als Friedensprojekt. Die bisherige Abhängigkeit von fossilen Energiequellen trage zur Finanzierung von Kriegen erdölexportierender Länder wie Saudi-Arabien bei. Paulus warnte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur davor, „dass der Klimawandel mehr blutige und gewaltsame Konflikte hervorrufen wird als alles, was wir bisher erlebt haben“.

Der Mainz-Wiesbadener Ostermarsch fand in diesem Jahr turnusgemäß wieder in Wiesbaden statt. Dort kamen zur Auftaktkundgebung nach Polizeiangaben etwa 120 Menschen zusammen. Die Demonstration stand unter dem Motto „Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt“. Die Teilnehmer forderten unter anderem: „Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen.“

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