Partnerschaft lohnt sich

TRABEN-TRARBACH. Eine gute Partnerschaft zwischen Eltern und Lehrern lohnt sich. Nicht zuletzt profitieren die Schüler von einer konstruktiven Zusammenarbeit. Dies wurde beim Landeselterntag am Samstag in Traben-Trarbach(Kreis Bernkastel-Wittlich) wiederholt betont.

"Eltern und Lehrer: Gegner oder Partner?" - dieses Thema lockte 350 Väter und Mütter zum Landeselterntag ans Gymnasium Traben-Trarbach. Wichtigste Erkenntnis: Qualität und Erfolg von Bildung hängt auch wesentlich davon ab, wie gut Schule, Lehrer und Eltern zusammenarbeiten. Bildungsministerin Doris Ahnen verwies dabei auf ein Ergebnis aus der oft zitierten Pisa-Studie. "Die Bedeutung einer solchen Partnerschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden." Das Problem dabei: Nicht alle ziehen mit; das heißt, es gibt engagierte Eltern und Lehrer und es gibt weniger engagierte Eltern und Lehrer. Letztere zu motivieren, sei ein große Herausforderung. In der von TV -Redakteur Dieter Lintz moderierten Podiumsdiskussion, an der neben Bildungsministerin Ahnen, Professor Dr. Markus Höffer-Mehlmer von der Uni Mainz und Landeselternsprecher Dieter Dornbusch teilnahmen, wurde von den Eltern, zumeist waren es die Mütter, ein größeres Mitspracherecht in der Schule und eine bessere Lehrerversorgung gefordert. Dornbusch hält eine größere Mitsprachemöglichkeit, zum Beispiel in Form eines Stimmrechts der Eltern in der Gesamtkonferenz, durchaus für sinnvoll. Ministerin Ahnen sprach sich dafür aus, zunächst an den Schulen ein besseres Verständnis zwischen Eltern und Lehrern zu entwickeln. Die Elternrechte seien im übrigen seit 1992 enorm gestärkt worden. Sie verwies darauf, dass das Thema Kommunikation zwischen Schule, Lehrer und Eltern heute ein wichtiger Bestandteil der Lehrerausbildung sei. Die Ministerin kündigte an, dass im kommenden Jahr im Land zusätzlich 200 neue Lehrerstellen geschaffen werden, außerdem werde es 150 weitere Stellen für Lehreranwärter geben. Professor Höffer-Mehlmer sprach sich dafür aus, an Schulen "Erziehungsverträge" zu schließen. Es reiche nicht, sich unverbindlich auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern zu einigen, vielmehr müssten ganz formell die Funktionen und Aufgaben der Beteiligten festgelegt werden. Wichtig dabei sei, dass auch die Schüler mit einbezogen werden.