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Piloten aus Spangdahlem trainieren mit Tarnkappen-Jets über der Region - US-Militär: Zeichen an Russland

Piloten aus Spangdahlem trainieren mit Tarnkappen-Jets über der Region - US-Militär: Zeichen an Russland

Ähnlich wie im Kalten Krieg demonstrieren die USA aktuell ihre Stärke und lassen Tarnkappen-Jets von Spangdahlem nach Osten fliegen. In den kommenden Jahren soll die Airbase für 360 Millionen Euro ausgebaut werden.

Vor dem Hintergrund des Ukrainekonflikts demonstrieren die USA in Europa derzeit Präsenz und Stärke. Eine strategisch wichtige Rolle spielt dabei die Airbase Spangdahlem, wo seit kurzem ein Teil der modernsten und teuersten US-Kampfflugzeuge stationiert ist: vier Lockheed Martin F-22 - auch Raptor genannt. Es ist das erste Mal, dass diese mit Tarnkappentechnik ausgestatteten Jets in Europa zum Einsatz kommen.

Nach einem medienwirksamen Besuch in Polen trainieren die Raptors aktuell mit F-15 aus Lakenheath (England) und F-16-Jets aus Spangdahlem über der Region Trier.
Ein Luftraum, in dem absehbar noch deutlich mehr los sein wird. Soll Spangdahlem doch beträchtlich wachsen, wenn andere US-Stützpunkte in Europa schließen: In den kommenden fünf bis sieben Jahren erwartet die Airbase 1300 zusätzliche Militärangehörige sowie 20 weitere Flugzeuge: zehn Maschinen vom Typ Bell-Boeing CV-22 ("Fischadler"), die wie Hubschrauber vertikal starten und landen können. Und zehn Lockheed-Transportflugzeuge ("Hercules") .

Ähnlich wie 2005 - als die Rhein-Main-Airbase geschlossen wurde und die riesigen C-17 Transportflugzeuge in die Eifel verlegt wurden - sind dafür umfassende Baumaßnahmen erforderlich. Laut Udo Stürmer, dem leitenden Ingenieur der Airbase, planen die USA Investitionen in Höhe von 400 Millionen Dollar (360 Millionen Euro). Neben einer großen Rampe müssen mehrere Wartungshallen, ein Hauptquartier für die neuen Einheiten und diverse Verwaltungsgebäude entstehen. Seit 1994 haben die USA mehr als eine Milliarde Dollar in die Airbase investiert.

Wie lange die F-22 bleiben, gibt die Air Force nicht bekannt. Das Zeichen, das sie senden will, gilt Russland, dessen Vorgehen in der Ukraine die USA anprangern, und den Alliierten. "In der Ära des Kalten Krieges haben wir zusammen für die Sicherheit gesorgt, heute ist das nicht anders", sagt US-General Timothy Ray.