"Politisches Geplänkel"

LIMBURG/TRIER. (wie) Der Limburger Bischof Kamphaus ist sauer, dass er unbeabsichtigt in den Trierer Kreuze-Streit hin-eingezogen worden ist. Er lasse sich nicht instrumentalisieren, sagte ein Bistumssprecher unserer Zeitung.

Im Limburger Generalvikariat ist man "not amused". Bischof Franz Kamphaus habe sich nicht zum Kreuze-Streit in Trier geäußert und werde das auch weiterhin nicht tun, heißt es. Daher sei man auch überrascht, dass er nun in ein "politisches Geplänkel" hineingezogen werde. Ministerpräsident Kurt Beck hat in einem Brief an Befürworter der Kreuze im Trierer Landgericht auf eine Rede von Kamphaus im November in Mainz verwiesen, in der der Bischof auf die weltanschauliche Neutralität des Staates verwies (der TV berichtete). Damit habe er sich aber keinesfalls auf die abgehängten Kreuze sondern auf den interreligiösen Dialog zwischen Islam und Christentum bezogen, sagte der Bistumssprecher unserer Zeitung. Auch über den Brief des Trierer CDU-Bundestagsabgeordneten Bernhard Kaster sei man nicht erfreut. Darin weist Kaster Kamp-haus auf das von Beck benutzte Zitat hin. Man wisse nicht, ob es Kaster tatsächlich um die Beantwortung der Fragen gehe oder nur um eine Kampagne, sagte der Bistumssprecher. Zumal der Brief, der gestern erst in Limburg eingetroffen ist, vorher bereits öffentlich gemacht wurde. Der Bischof, der übernächste Woche 75 wird, lasse sich nicht instrumentalisieren, "weder von der einen, noch von der anderen Seite".