Polizei warnt vor Liebesbetrügern im Internet - Vermeintliche Lover entpuppen sich als schnöde Erpresser - Schon mehrere Fälle in der Region angezeigt

Polizei warnt vor Liebesbetrügern im Internet - Vermeintliche Lover entpuppen sich als schnöde Erpresser - Schon mehrere Fälle in der Region angezeigt

Die Trierer Polizei warnt vor Liebesbetrügern im Internet. Die digitalen Heiratsschwindler spüren ihre Opfer im Netz auf. Sie werden zunächst umgarnt und später erpresst. In der Region häufen sich die Fälle.

Auf der Suche nach Opfern tummeln sich die Liebesbetrüger in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerken. Unter falscher Identität nehmen sie Kontakt zu potenziellen Opfern auf und machen ihnen Avancen - später auch über Videochats, bei denen sich die "Freunde" sehen können. Das einzige Ziel der Liebesbetrüger ist es dabei, ihre Opfer in kompromittierende Situationen zu bringen, um sie später mit den aufgezeichneten Sexbildern zu erpressen.

Im Bereich des Trierer Polizeipräsidiums gingen in den vergangenen Wochen fünf Anzeigen von geschädigten Frauen und Männern ein, denen von Unbekannten auf diese Weise Geld aus der Tasche gezogen werden sollte. Laut Polizeisprecherin Sabine Bamberg wurden jeweils mehrere Tausend Euro gefordert.

Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Opfer gingen aus Scham nicht zur Polizei, sondern zahlten, sagt die Sprecherin. Die Folge: Einige werden danach immer wieder erpresst.

Bei einer anderen Masche des sogenannten Romance Scammings (Romantik-Betrugs) wird den Opfern suggeriert, dass der neue Liebhaber in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Wird dann Geld überwiesen, ist es verloren. Laut Polizeisprecherin Bamberg ist es bei beiden Betrugsmaschen so gut wie unmöglich, die offenbar von Westafrika aus operierenden Täter zu identifizieren oder sie festzunehmen. Deshalb: Nie auf die Forderung der Liebesgangster eingehen und immer Anzeige erstatten! sey

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