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Polizistenmord in Kusel: Jäger distanzieren sich von mutmaßlichen Täter

Kriminalität : Nach Schüssen auf Polizisten: Mutmaßlicher Täter soll Wilderer gewesen sein

Einer der mutmaßlichen Täter, die auf die beiden Polizisten geschossen haben sollen, war Jäger gewesen. Der Deutsche Jagdverband verurteilt die Tat – und distanziert sich von dem Verdächtigen.

Der Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV) ,Volker Böhning, ist entsetzt über die tödlichen Schüsse auf die Polizisten: „Die ungeheure Brutalität macht uns fassungslos. Wir trauern mit den Hinterbliebenen", sagt Böhning und fordert eine schnelle und umfassende Aufklärung der Tat und der Hintergründe.

Der Grund, warum der Jagdverband so reagiert, liegt darin, dass einer der mutmaßlichen Täter – ein 38-Jähriger aus dem saarländischen Spiesen-Elversberg – Jäger gewesen sein soll. Allerdings habe der Mann laut DJV  keinen gültigen Jagdschein und somit auch keine Berechtigung, Jagdwaffen zu besitzen. Bereits 2020 habe die zuständige Behörde im Saarland seinen Antrag auf einen Jagdschein abgelehnt. „Gegen den Tatverdächtigen hat es nach Kenntnisstand des DJV zudem bereits Ermittlungen wegen Wilderei gegeben“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes.

Nach bislang unbestätigten Berichten, wurden bei der Verkehrskontrolle durch die beiden Polizisten totes Wild in dem Auto gefunden. Der 38-Jährige soll Bäcker und Wildhändler sein.  Jagdverband fordert, dass schnell aufgeklärt werden,  woher die Tatwaffen stammen und „wie sie in den illegalen Besitz des Tatverdächtigen gelangen konnten“. Angeblich wurden in der Wohnung des 38-Jährigen weitere Waffen gefunden.