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Preiserhöhung für Bus und Bahn geplant, aber nicht empfohlen

Preiserhöhung für Bus und Bahn geplant, aber nicht empfohlen

Verwirrung um eine geplante Erhöhung der Bus- und Bahnpreise in der Region: Der Zweckverband Verkehrsverbund Region Trier (VRT) wollte diese eigentlich für das kommende Jahr beschließen. Stattdessen empfahl er aber überraschend, darauf zu verzichten. Nun haben die Verkehrsunternehmen angekündigt, eine Preiserhöhung zu beantragen.

Trier. Eigentlich war die Sache klar: Die Preise für Busse und Bahn in der Region sollten ab Januar im Schnitt um 2,5 Prozent erhöht werden - mit Ausnahme von Kurzfahrten etwa im Trierer Stadtgebiet. Doch in der nichtöffentlichen Sitzung von Verkehrsunternehmen und Vertretern der vier Landkreise und der Stadt Trier am Mittwochnachmittag ist es nach TV-Informationen zu Meinungsverschiedenheiten über die geplante Preiserhöhung gekommen. Hintergrund ist wohl die geplante Erhöhung der Kostenbeteiligung der Kreise und der Stadt Trier im nächsten Jahr.
Bislang bezahlen die Mitglieder des 2001 gegründeten Zweckverbands VRT, in dem die Kommunen zusammengeschlossen sind, pro Jahr 4,4 Millionen Euro an die Verkehrsunternehmen. Um die mittlerweile jährlichen Preiserhöhungen - erst im Januar sind die Fahrkarten um im Schnitt 3,5 Prozent teurer geworden - künftig zu verhindern, sollen die Kreise und die Stadt Trier künftig mehr an die Unternehmen zahlen. Der Vulkaneifelkreis etwa rund 94 000 Euro mehr, der Eifelkreis Bitburg-Prüm rund 430 000 Euro, Trier rund 40 000 Euro mehr. Darüber müssen aber noch die jeweiligen Kreistage und der Trierer Stadtrat entscheiden.
Vor diesem Hintergrund soll vor allem aus dem Kreis Trier-Saarburg Einspruch gegen die geplante Tariferhöhung gekommen sein. Gleichzeitig steht aber den Verkehrsunternehmen wegen gestiegener Kosten etwa für Personal und Treibstoff eine Erhöhung der Fahrpreise zu. Daher hat der Zweckverband, der ebenfalls am Mittwoch getagt hat, in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, eine Preiserhöhung nicht zu empfehlen und den Unternehmen quasi den Schwarzen Peter zuzuschieben. Sie sollen entscheiden, ob eine Preiserhöhung notwendig ist.
Nach TV-Informationen werden diese wohl bis Oktober dem VRT einen Vorschlag zur Preiserhöhung auf den Tisch legen. Ein Vertreter eines Busunternehmens sagte unserer Zeitung , dass kein Weg an Tariferhöhungen vorbeiführe. Er geht davon aus, dass sich die Unternehmen auf die im Raum stehenden 2,5 Prozent einigen werden. Damit die Erhöhung im Januar greife, müsse diese bis Oktober beschlossen werden. Die Verkehrsunternehmen müssen einstimmig dafür sein, damit sie umgesetzt werden kann.
Selbst wenn die Preiserhöhung im nächsten Jahr komme, könnten damit zunächst einmal die Mehrausgaben in diesem Jahr gedeckt werden, so der Vertreter der Busunternehmen. Sollten sich die Kreise und die Stadt Trier weigern, die Kostenbeteiligung zu erhöhen, dann müssten sie sich bewusst sein, dass vor allem die Busunternehmen Strecken streichen müssten.Extra

Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) wurde 2001 von der Stadt Trier und den vier Landkreisen gegründet. Aufgabe des VRT ist es, in der gesamten Region einen einheitlichen Tarif und ein aufeinander abgestimmtes Bus- und Bahnangebot aufrechtzuerhalten. Derzeit sind im VRT-Gebiet 15 Busunternehmen und die Deutsche Bahn tätig. wie