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Prozess-Auftakt: Drogen an V-Mann verkauft

Prozess-Auftakt: Drogen an V-Mann verkauft

Fünf Männer müssen sich seit heute vor dem Trierer Landgericht wegen bandenmäßigem Drogenhandels verantworten. Aufgeflogen sind sie, weil einer von ihnen einem V-Mann der Polizei Drogen verkauft hatte.

Seit fast vier Jahren soll ein 32-jähriger aus Bolivien stammender und in Trier lebender Mann mit Drogen gehandelt haben. Der Vater von zwei Kindern, zwei und vier Jahre alt, soll rund um Trier hauptsächlich Marihuana und das künstlich hergestellte Amphetamin verkauft haben. Angeblich soll er Schulden gehabt haben, die er vermutlich mit den Drogengeschäften begleichen wollte. Anfang des Jahres soll er sich dann mit vier in Hessen lebenden Männern zusammengeschlossen haben, um mit ihnen Drogen zu verkaufen. Der in Trier Lebende soll für die Akquise neuer Kunden zuständig gewesen sein. Unter diesen vermeintlichen Kunden soll auch ein Vertrauensmann der Polizei gewesen sein. Dieser kaufte, so die Anklageschrift, dem 32-Jährigen zunächst einmal für 2400 Euro Amphetamin ab. Im März orderte der V-Mann dann weitere 25 Kilo der künstlichen Drogen - Kilopreis laut Staatsanwaltschaft 2200 Euro. Als der zweite Teil der Lieferung, 15 Kilo, auf einem Autohof im Hunsrück, übergeben werde sollte, schlug die Polizei zu. Bei einem der vier Hessen entdeckten die Ermittler zudem eine Cannabis-Plantage mit 441 ausgewachsenen Pflanzen. Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt. wie