Prozess gegen elf Angeklagte Trierer Polizist: „Darum habe ich die zwei Warnschüsse vor der Diskothek abgegeben“

Exklusiv | Trier · Dass in Deutschland ein Polizist zur Waffe greift und schießt, kommt selten vor. An Fastnacht hat ein Beamter in Trier zwei Warnschüsse abgegeben. Vor Gericht hat der Polizist jetzt detailliert berichtet, was ihn dazu bewogen hat.

 Einer der elf Angeklagten sitzt seit März in Untersuchungshaft. Im Gerichtssaal werden dem 17-Jährigen von Justizbediensteten die Handschellen abgenommen.

Einer der elf Angeklagten sitzt seit März in Untersuchungshaft. Im Gerichtssaal werden dem 17-Jährigen von Justizbediensteten die Handschellen abgenommen.

Foto: dpa/Harald Tittel

Wie haben die eingesetzten Polizisten die Attacken an Weiberfastnacht vor der Trierer Diskothek Secret Club erlebt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des dritten Verhandlungstags am Trierer Landgericht, wo sich derzeit elf Angeklagte wegen Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten müssen. Die zehn Männer und eine Frau im Alter zwischen 17 und 43 Jahren sollen aus einer bis zu 40-köpfigen Gruppe heraus die Polizisten mit Flaschen, Schaufeln, Besenstielen und einer Holzpaletten beworfen haben.