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Prozess um zu Tode gefolterte Frau neu gestartet

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv FOTO: David-Wolfgang Ebener
Neubrandenburg. Der Prozess um den Tod einer aus Rheinland-Pfalz stammenden Frau in Alt Rehse (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird am heutigen Dienstag vor dem Landgericht Neubrandenburg neu aufgerollt. Angeklagt ist ein 52-Jähriger, der seine Lebensgefährtin im Sommer 2016 im Streit nackt an ein Bett gefesselt und mit einer Peitsche misshandelt haben soll. Danach soll die 32-Jährige so lange kein Essen und Trinken bekommen haben, bis sie starb. Der 52-Jährige war wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Verteidigung legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. dpa

Der Prozess um eine zu Tode gefolterte Frau aus Alt Rehse ist am Dienstag am Neubrandenburger Landgericht neu gestartet worden. Angeklagt ist ein 52 Jahre alter Mann, der seine Lebensgefährtin im Sommer 2016 im Streit nackt an ein Bett gefesselt und mit einer Peitsche misshandelt haben soll. Danach ließ er sie laut Anklage verhungern und verdursten. Der Mann und die Frau aus Rheinland-Pfalz hatten sich über das Internet kennengelernt.

Der Mann hatte im ersten Prozess geschwiegen. Er war wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ihm war aber eine „verminderte Schuldfähigkeit“ attestiert worden. Die Verteidigung legte Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und ordnete die Neuverhandlung an. Es solle geklärt werden, ob der Mann überhaupt zur Tatzeit schuldfähig war und weiter eine Gefahr darstellt.