Rallye-Weltmeisterschaft sorgt für ausgebuchte Hotels in der Region

Rallye-Weltmeisterschaft sorgt für ausgebuchte Hotels in der Region

90 000 Besucher, die geschätzte 20 Millionen Euro ausgeben - das bringt der Rallye-WM-Lauf, der von Donnerstag bis Sonntag in der Region stattfindet. Hotels und Pensionen sind ausgebucht.

Trier. Die Fans ziehen in Massen an die Strecke, die Kritiker halten die Veranstaltung für umweltschädlich: Die Deutschland-Rallye spaltet die Region, aber: "Wir arbeiten mit Anwohnern und Gemeinden intensiv zusammen. Die stehen größtenteils hinter der WM", sagt Rallyeleiter Armin Kohl aus Wittlich.
90 000 Menschen sehen sich die Rallye an. Weil viele mehrere Wertungsprüfungen besuchen, gibt der ADAC als Veranstalter die Gesamtbesucherzahl mit 200 000 an, rund 40 Prozent davon aus dem Ausland. Die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten ist groß: "Wir sind fast komplett ausgelastet und müssen Rallye-Fans schon in die Eifel, den Hunsrück oder nach Luxemburg verweisen", sagt Albert Becker, Geschäftsführer der Tourist-Information Trier. Fast alle 4500 Betten in Trier und 10 000 Betten im Landkreis Trier-Saarburg sind belegt. Ähnlich hoch ist die Auslastung im Bereich der Verbandsgemeinde Schweich, wo sich viele Besucher aus Skandinavien einquartiert haben. "Die Rallye ist ein wichtiger Faktor für unsere Region", sagt Sabine Winkhaus-Robert, Geschäftsführerin der Moselland-Touristik in Bernkastel-Kues.
Die Stadt Trier wird die Rallye-Besucher befragen, wie viel Geld sie in der Region lassen. Einer Studie der Uni Kaiserslautern zufolge bringt die Rallye der Region Einnahmen von 20 Millionen Euro. Für Albert Becker ist die Nachhaltigkeit aber das Entscheidende: "Viele Rallye-Fans machen auch später noch einmal mit Freunden oder Familien Urlaub in der Region. Die Rallye ist Gold wert." Für zusätzliche Touristen soll die Fernseh-Live-Übertragung in ganz Europa vom Circus Maximus, dem Innenstadt-Rundkurs in Trier, sorgen. "Das ist allerbeste Werbung", sagt Rallye-Leiter Kohl.

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