Ramsauers Streichliste für die Schifffahrtsverwaltung

Ramsauers Streichliste für die Schifffahrtsverwaltung

Nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi trifft die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Rheinland-Pfalz stark. 300 von 1200 Jobs stehen auf der Kippe. Das Amt in Trier hingegen komme mit einem blauen Auge davon: Laut Verdi sind 30 bis 50 der 250 Jobs in Gefahr, die Fusion der Ämter Trier und Saarbrücken sei aber nicht zu erwarten.

Trier/Mainz. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet einen drastischen Personalabbau bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der geplanten Reform würden die Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Mainz und das Wasser- und Schifffahrtsamt in Koblenz ihren Status verlieren. Die ehemalige Direktion in Mainz solle Außenstelle der General-Direktion in Bonn werden, teilte Verdi unter Berufung auf einen Bericht von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an den Haushaltsausschuss des Bundestages mit.
"Ramsauer holt die Keule raus und zerschlägt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung", sagte Verdi-Fachbereichsleiter Paul-Christian Koch.
Die Beschäftigten der Außenbezirke und Bauhöfe müssten mit dem Verlust ihrer Standorte rechnen. Geplant seien die weitgehende Privatisierung der Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und damit verbundener Personalabbau.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier kommt laut Verdi glimpflicher davon als erwartet. Die Gerüchte einer Zusammenlegung mit dem Amt in Saarbrücken haben sich laut Verdi in dem aktuellen Papier nicht bestätigt.
Verdi-Fachbereichsleiter Koch sagte auf TV-Anfrage: "Wir gehen davon aus, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier nicht im Bestand gefährdet ist und die Überlegungen einer Zusammenlegung mit Saarbrücken vom Tisch sind. Trier könnte aber Aufgaben verlieren - vor allem in den Außenstellen." Koch befürchtet: "30 bis 50 Arbeitsplätze könnten auf der Kippe stehen."
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier beschäftigt 250 Mitarbeiter. In Trier selbst sitzt das Amt am Pacelliufer, dazu kommen der überregionale Bauhof an der Staustufe Trier und drei Außenstellen in Bernkastel-Kues (41 Mitarbeiter), Detzem (48) und Wincheringen (21). Im Bauhof Trier, der auch für den Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamts Saarbrücken mit zuständig ist, arbeiten 62 Beschäftigte.
Die 250 Mitarbeiter am WSA-Standort Trier steuern unter anderem die Planung und den Bau der zweiten Schleusenkammern sowie von Liegestellen für die Schifffahrt an der Mosel.
Die Leitung des Trierer Amts war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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