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Region Trier: Auch Heizöl-Preise steigen auf über zwei Euro

Verbraucher : Heizöl-Preis steigt auf über zwei Euro

Die Preise für Heizöl und Sprit steigen immer weiter. Ein Ende des Anstiegs ist nicht zu erkennen. Heizöl kostet mittlerweile fast zwei Euro je Liter in der Region Trier.

Der Heizölpreis steigt immer weiter. Aktuell sind in der Region für den Liter zwischen 1,95 und 2,20 Euro fällig. Das sind über 30 Cent je Liter mehr als noch am Vortag. Für 1000 Liter sind damit fast 2000 Euro fällig. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 63 Cent je Liter. Einzelne Händler in der Region haben ihre Lieferungen in weiter entfernte Orte eingestellt, um der steigenden Nachfrage nachzukommen. Viele Besitzer von Öl-Heizungen haben in den vergangenen Tagen Öl bestellt, um noch weiter steigenden Preisen zuvor zukommen. Das führt zu zum Teil sehr langen Lieferzeiten. Mit bis zu 50 Tagen müssen Verbraucher rechnen, bis das Öl bei ihnen ankommt.

Der Grund für den erneuten deutlichen Preissprung ist die Ankündigung der US-Regierung, ein Ölembargo gegen Russland zu verhängen. „Der Krieg in der Ukraine treibt die Rohöl- und vor allem die Gasölpreise immer weiter nach oben“, heißt es beim Branchendienst FastEnergy.

Angesichts der immer weiter steigenden Öl-Preise werden die Forderungen nach einem Eingreifen des Staates lauter.  „Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Bundesregierung muss zur Abfederung der Energiepreiskrise den hohen Anteil staatlicher Steuern und Abgaben weiter reduzieren. Es darf keine Denkverbote mehr geben“, sagt etwa der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands, Franz-Josef Holzenkamp. Auch der der ADAC fordert zusätzliche Hilfen für die Verbraucher, wie etwa eine befristete Mehrwertsteuersenkung auf Kraftstoffe und Heizöl.

Denn auch an den Tankstellen ist kein Ende des Preisanstiegs zu erkennen. Der Liter Super kostet aktuell in Trier im Schnitt 2,28 Euro. Das sind über zehn Cent mehr als am Vortag. Genauso viel kostet Diesel. Es gibt mittlerweile keine Tankstelle mehr in der Region, an der nicht über zwei Euro je Liter für Benzin oder Diesel bezahlt werden müssen.

In Luxemburg sind die Preise an den Tankstellen seit dem Wochenende nicht gestiegen. Der Preisunterschied zu Deutschland beträgt aktuell fast 60 Cent je Liter.

Neben den Steuern beeinflussen laut ADAC auch Marktkräfte die Kraftstoffpreise. „Das beginnt beim globalen Rohstoffhandel, der sich abhängig von Konjunktur, politischer Lage oder Jahreszeit bewegt. Auch der aktuelle Dollarkurs hat erhebliche Auswirkungen: Öl wird weltweit fast ausschließlich in der US-amerikanischen Währung gehandelt. Steigt also der Dollarkurs im Verhältnis zum Euro, steigen oft auch die Preise an der Zapfsäule“, heißt es beim ADAC.

Steuern hätten einen beträchtlichen Anteil am Spritpreis. Bei Benzin beispielsweise liege der Energiesteuersatz bei 65,45 Cent je Liter. Außerdem werde auf alle Energieträger die Mehrwertsteuer fällig.  „Insgesamt landen damit beim Benzin ca. 48 Prozent der Tankrechnung als Steuern beim Staat, bei Diesel sind es rund 39 Prozent“, so der ADAC.