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Rente mit 67: Für viele Beschäftige in der Region ist früher Schluss

Rente mit 67: Für viele Beschäftige in der Region ist früher Schluss

Ab nächstem Jahr müssen die Deutschen länger arbeiten bis zur Rente. Schrittweise wird das Rentenalter auf 67 erhöht. In der Region betrifft das die Hälfte der derzeit Beschäftigten. Doch kaum einer arbeitet länger als bis 60.

Rente mit 67: Mehr als die Hälfte der rund 152.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Region sind davon betroffen. Alle, die jetzt 47 Jahre und jünger sind, müssen zwei Jahre länger arbeiten, bevor sie die volle Rente bekommen werden - statt wie bisher mit 65 dann erst mit 67. Am 1. Januar beginnt der schrittweise Anstieg des gesetzlichen Rentenalters, zunächst um einen Monat, später dann um zwei Monate. Bis 2029 soll die Anhebung auf 67 Jahre erreicht sein. Die erste Anhebung um einen Monat trifft alle, die 1947 geboren sind, im nächsten Jahr also 65 Jahre alt werden. Sie müssen einen Monat länger arbeiten, um die volle Rente zu erhalten. Der erste Jahrgang, der volle zwei Jahre länger schuften muss im Job, ist der Geburtsjahrgang 1964.

Derzeit liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Rheinland-Pfalz bei 63,3 und in der Region bei 63,5 Jahren. Doch wie viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der Region arbeiten tatsächlich bis zum gesetzlichen Rentenalter von derzeit noch 65 Jahren und länger? Gerade mal 4,9 Prozent der bei der Trierer Arbeitsagentur registrierten Arbeitnehmer sind älter als 60 Jahre. 6559 Beschäftigte sind zwischen 60 und 64 Jahre alt, 858 sind bis 74 Jahre und 120 sind sogar noch älter. Mit anderen Worten: Ältere Beschäftigte sind in der Region eher selten.

Immerhin ist die Zahl der über 60-Jährigen im Job innerhalb eines Jahres um über 1000 gestiegen. Die meisten älteren Arbeitnehmer gab es laut Statistischen Landesamt im vergangenen Jahr in Trier mit rund 2300, gefolgt von Bernkastel-Wittlich (1640), Eifelkreis Bitburg-Prüm (1200), Trier-Saarburg (1100) und Vulkaneifel (700).
Vor fünf Jahren hatte der Bundestag beschlossen, das Rentenalter auf 67 Jahren anzuheben. Grund: Die Bundesbürger leben immer länger und bekommen daher immer länger Rente. Gleichzeitig geht die Zahl Beitragszahler zurück.