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Rettungsdienste im Dauereinsatz

Rettungsdienste im Dauereinsatz

Regen oder allenfalls Schneeregen in den Tallagen, starke Schneefälle bis hin zu Schneeverwehungen in den Höhenlagen: Während beispielsweise in Trier, Wittlich oder Bernkastel-Kues der Verkehr wie üblich rollte, kam es am Freitag in der Eifel und im Hunsrück zu zahlreichen Behinderungen.

Bitburg/Daun/Thalfang. "Wir versuchen, den Feind in den Griff zu bekommen", sagt Klaus Schneider von der Straßenmeisterei Daun. "Der Feind" - das ist in diesem Fall der Schnee, der am Freitag in Teilen der Region ohne Unterbrechung vom Himmel rieselt. Unentwegt sind Schneider und seine Straßenmeisterei-Kollegen in der Eifel, im Hunsrück und in den weiteren Höhenlagen der Region im Einsatz, versuchen zumindest die Straßen von Schnee, Matsch und Eis zu befreien. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen: Kaum sind die Räumfahrzeuge durch, sind die Straßen angesichts des andauernden Schneefalls wieder weiß bedeckt. Dabei konzentrieren sich die Straßenmeistereien ohnehin hauptsächlich auf die Bundes- und vielbefahrenen Landesstraßen: Einen eingeschränkten Winterdienst hat der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz angesichts der Lieferengpässe beim Streusalz angeordnet.

Doch selbst der Streudienst hilft bei den Wetterverhältnissen nicht immer. Der folgenreichste Unfall ereignet sich bereits am späten Donnerstagabend: Ein 33-Jähriger verunglückt gegen 22 Uhr auf gerader und abschüssiger Strecke auf der B 50 Richtung Oberweis (Eifelkreis Bitburg-Prüm) tödlich: Er gerät mit seinem Wagen rechts von der Fahrbahn ab und fährt in den Straßengraben. Von dort wird das Fahrzeug wieder auf die Straße katapultiert und überschlägt sich mehrfach. Die Feuerwehr kann den jungen Mann aus dem Eifelkreis, der sich allein in dem Wagen aufgehalten hat, nur noch tot aus dem Auto bergen. Die Unfallursache steht nach Angaben der Polizei-Inspektion Bitburg noch nicht fest. Allerdings sei die Strecke nachweislich zwei Mal vor dem Unfallzeitpunkt gestreut worden, betont Reinhold Schneider, Chef der Straßenmeisterei Bitburg.

Auch am Freitag müssen Polizei und Rettungsdienste in der Region zu zahlreichen Unfällen ausrücken, meist bleibt es allerdings bei Blechschäden - etwa bei einem Sattelzug, der am Morgen auf der B 51 zwischen Brühlborn und Olzheim verunglückt und mit einem Kran geborgen werden muss. Straßensperrungen gibt es im Hochwald und im Hunsrück - auf der B 269 in Richtung Morbach bleiben am Vormittag mehrere LKW stecken, viele ziehen Schneeketten auf.

Nachdem am Vormittag einige Busse liegenbleiben, stellen Moselbahn und Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) im Laufe des Tages ihren Busverkehr fast komplett ein, im Eifelkreis ist auch der Schulbusverkehr davon betroffen. "In weiten Teilen der Region wird nur noch die Hauptstrecke bedient, die kleineren Ortschaften rechts und links werden nicht mehr angefahren", sagt Gabriele Rau, Pressesprecherin der RMV, auf TV-Nachfrage. Dies gelte für den Eifelkreis, den Hunsrück und die Höhenlagen. Ob die Linienbusse am Wochenende wieder nach dem normalen Fahrplan fahren, steht am Freitagnachmittag noch nicht fest. "Das hängt zum einen von der Witterung und zum anderen von der Anzahl der Streueinsätze ab", erklärt Moselbahn-Betriebsleiter Knut Hofmeister. Laut Deutschem Wetterdienst soll es am Wochenende jedoch kräftig weiterschneien - die Busse könnten also weiterhin stillstehen. Und auch das Auto sollte - so rät die Polizei - bei diesen Witterungsbedingungen besser stehengelassen werden.extra In den Wintersportgebieten der Region herrschen aufgrund der Schneefälle ideale Bedingungen für Ski und Rodel.