1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfälzer schlucken überdurchschnittlich viele Medikamente

Rheinland-Pfälzer schlucken überdurchschnittlich viele Medikamente

Für rund 350 Euro hat jeder gesetzlich Versicherte in der Region statistisch gesehen im vergangenen Jahr Arzneimittel bekommen. Damit sind die Patienten in der Eifel, dem Hunsrück und an Mosel und Saar im Vergleich zu denen etwa in Mecklenburg-Vorpommern noch sparsam.

Zwischen 408 und 475 Euro gaben die gesetzlichen Krankenkassen dort im vergangenen Jahr für Pillen und Salben aus. Das geht aus Zahlen der Krankenversicherung Barmer GEK hervor.

Insgesamt haben die gesetzlichen Kassen im vergangenen Jahr allein in Rheinland-Pfalz rund 1,3 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. In diesem Jahr, so heißt es beim Landesverband der Ersatzkassen (VDEK), dürften die Ausgaben hierzulande auf knapp 1,4 Milliarden steigen. Die Rheinland-Pfälzer schluckten demnach überdurchschnittlich viele Medikamente. Unter den alten Bundesländern habe Rheinland-Pfalz mit 275,86 einen der höchsten Werte bei den durchschnittlichen täglichen Arzneimitteldosen je 1000 Versicherten, so der VDEK.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 30,6 Milliarden Euro ausgegeben - nur für Medikamente. Und diesem Jahr dürften die Ausgaben weiter steigen. Auch für nächstes Jahr wird mit deutlich höheren Kosten gerechnet.