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Rheinland-Pfälzer: Wie viele sind wir? Und warum so wenige?

Rheinland-Pfälzer: Wie viele sind wir? Und warum so wenige?

Rheinland-Pfalz schrumpft: Nach Mitteilung des Statistischen Landesamts in Bad Ems sank die Zahl der Rheinland-Pfälzer im März dieses Jahres auf unter vier Millionen. Ende 2010 hatte die Einwohnerzahl noch knapp darüber gelegen.

3.999.617 - so viele Menschen hatten im März dieses Jahres in Rheinland-Pfalz ihren Hauptwohnsitz gemeldet. Damit sank die Zahl der Einwohner erstmals seit 1996 unter die Vier-Millionen-Marke. Noch Ende des vergangenen Jahres hatte das Statistische Landesamt 4.003.745 Rheinland-Pfälzer gezählt.

Einer der Gründe für den Bevölkerungsschwund könnte das Missverhältnis von Geburten zu Sterbefällen sein. Zwar erblickten im ersten Quartal 2010 immerhin 6755 Kinder das Licht der Welt im Land. Mit 11.244 Fällen war die Sterberate jedoch fast doppelt so hoch.

Immerhin: Mehr Menschen sind in diesem Zeitraum nach Rheinland-Pfalz "eingewandert" als fortgegangen: Während 60.441 Menschen sich im Land neu anmeldeten, verließen 60.098 Menschen das Bundesland. Das Statistische Landesamt spricht von einem "kleinen positiven Wanderungssaldo" (343), dass die hohe Anzahl an Todesfällen jedoch nicht habe ausgleichen können.

Zwischen 1987 und 2004 ist die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz stetig gewachsen. Die Vier-Millionen-Grenze wurde im Jahr 1996 überschritten. Ende 2004 war laut Statistischem Landesamt mit 4.061.105 Menschen die höchste Bevölkerungszahl in der Geschichte des Landes erreicht. Seither sinkt die Bevölkerungszahl wieder.

Informationen zur demografischen Entwicklung in Rheinland-Pfalz beim Statistischen Landesamt. r.g.