Knapp 400 Fälle mehr Zahl kinderpornografischer Straftaten in Rheinland-Pfalz steigt deutlich an

Mainz · Nach der Corona-Pandemie hat es in Rheinland-Pfalz wieder mehr angezeigte Straftaten gegeben – alleine bei der Kinderpornografie ein Plus von mehr als 18 Prozent. Der Innenminister fordert deshalb eine Gesetzesänderung.

 Auch wer Nacktaufnahmen von Kindern über Messenger-Dienste unbedacht weiterleitet macht sich eines Verbrechens strafbar.

Auch wer Nacktaufnahmen von Kindern über Messenger-Dienste unbedacht weiterleitet macht sich eines Verbrechens strafbar.

Foto: dpa/Arne Dedert

Im vergangenen Jahr hat es deutlich mehr Fälle kinderpornografischer Straftaten gegeben als 2022. Die Polizei registrierte insgesamt fast 2500 Fälle – das sind knapp 400 Fälle mehr als im Vorjahr. Die Zahlen gehen aus der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Innenminister Michael Ebling (SPD) am Montag in Mainz vorgestellt hat. Die Zunahme der Straftaten komme vor allem durch die Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten über Messenger-Dienste und soziale Medien. Oft erfolge die Verbreitung „unbedacht“ durch Schüler, heißt es aus dem Innenministerium. Mit der Weiterleitung solcher Inhalte erfüllen Schüler – und auch Lehrer – seit 2021 einen Verbrechenstatbestand.