Rheinland-Pfalz: Uwe Junge hört als AfD-Landeschef auf

Kostenpflichtiger Inhalt: Politik : Uwe Junge gibt AfD-Landesvorsitz ab

Uwe Junge tritt beim Landesparteitag im November nicht mehr als AfD-Landeschef an. Das kündigte der 61-Jährige in einer persönlichen Erklärung am Mittwochabend an. Junge will für den Bundesvorstand der Partei kandidieren.

"Nach vielen bundesweiten Gesprächen und Beratungen mit Parteifreunden und nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, mich mit meiner umfassenden Erfahrung, meiner ganzen Leidenschaft und Tatkraft der Partei auf Bundesebene zur Verfügung zu stellen. Ich werde deshalb am 30. November 2019 auf dem Bundesparteitag der AfD in Braunschweig mit vollem Einsatz für den nächsten Bundesvorstand kandidieren."

Junge weiter: "Die sich daraus ergebenden vielfältigen zeitlichen und organisatorischen Verpflichtungen lassen sich mit der wichtigen und eigenen Hingabe und Sorgfalt nur erfüllen, wenn die Leitung des AfD-Landesverbands RLP nach mehr als vier Jahren intensiver Aufbau- und Konsolidierungsarbeit in andere Hände übergeht. Als Landesvorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz kann ich voller Stolz einen überaus funktionsfähigen und leistungsstarken Landesverband an meine Nachfolger übergeben." Der TV erreichte Junge am späten Abend telefonisch. Im Gespräch mit unserer Zeitung kündigte der AfD-Politiker an, die Fraktion bis zum Ende der Legislaturperiode anführen zu wollen und erneut für den Landtag zu kandidieren. Er schließt auch nicht aus, die AfD 2021 in den rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampf zu führen. Für den Bundestag zu kandidieren sei für ihn „Stand jetzt keine Option“.

Nachfolger von Junge als AfD-Landeschef wird wahrscheinlich der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionsvize Joachim Paul. Er gilt als strategischer Kopf in der Fraktion - und als heißester Kandidat. Der TV hatte über die sich anbahnende Entwicklung in der Landes-AfD bereits Anfang August berichtet.

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