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Rheinland-Pfalz: Zu viele Corona-Teststellen - Land reagiert

Corona : Zu viele Corona-Teststellen: Jetzt reagiert das Land

In vielen Städten in der Region gibt es ein Überangebot an Corona-Teststellen. In Trier sind es mehr als 25. Das Land zieht nun die Reißleine.

Über 25 Möglichkeiten gibt es allein in Trier, sich auf Corona testen zu lassen. In den vergangenen Wochen sind neue Teststationen wie Pilze aus dem Boden geschossen. In vielen leer stehenden Geschäften, richteten findige Geschäftsleute eine Teststelle ein. Bis Ende Januar bekamen sie 12,50 Euro pro Test, jetzt ist es ein Euro weniger. Abgerechnet wird über die Kassenärztliche Vereinigung, die wiederum das Geld vom Bund überwiesen bekommt.

Seit Mitte November sind die Schnelltests für alle Bürger wieder kostenlos. Seitdem ist die Nachfrage nach Testungen wieder deutlich gestiegen. Zumal derzeit noch in vielen Bereichen Tests notwendig sind, etwa für Geimpfte und Genesene, überall dort wo 2Gplus gilt oder auch für Ungeimpfte auf der Arbeit. Mit den Lockerungen, die am Mittwoch aller Wahrscheinlichkeit nach von Bund und Ländern beschlossen werden, wird in vielen Bereichen die Testpflicht entfallen. So plant Rheinland-Pfalz ab 4. März 2Gplus unter anderem in der Gastronomie fallen zu lassen. Dadurch wird die Nachfrage nach Corona-Tests wieder zurückgehen. 

Bereits jetzt herrscht in vielen Testzentren längst nicht mehr der Andrang wie noch Ende des vergangenen Jahres. Derzeit ist geplant, die kostenlosen Tests noch bis 31. März anzubieten. Laut dem zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) ist noch unklar, ob das Projekt Testen für Alle über den Zeitpunkt hinaus verlängert wird.

Doch bereits jetzt zieht die Behörde die Reißleine. Weil es vielerorts, wie etwa in Trier, ein Überangebot an Teststellen gibt, sollen dort keine neuen mehr zugelassen werden. Nach Angaben des LSJV gibt es landesweit knapp über 3000 Teststellen. Bevor die Schnelltests im November vergangenen Jahres wieder kostenlos war, ging die Zahl der Stationen auf deutlich unter 1000 zurück. „Dank des hohen Engagements der Teststellenbetreiber ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit wieder ein enges Netz an Teststellen aufzubauen“, sagt LSJV-Präsident Detlef Placzek. Mittlerweile gebe es im Schnitt 69 Teststellen je Landkreis und kreisfreier Stadt.

Aber vor allem in den größeren Städten sei „das Maxium“ erreicht, wie Placzek sagt. Während hingegen in ländlichen Regionen noch immer Bedarf für weitere Teststellen bestehe. Dort sollen daher auch noch weitere zugelassen werden. In der Region betrifft das laut LSJV alle vier Landkreise. „Wir reagieren damit auf das Angebot und die Nachfrage im Land“, erklärt Placzeck. Ob sich allerdings angesichts der Tatsache, dass der Bund die Finanzierung der Schnelltests derzeit nur noch bis 31. März zugesichert hat, noch viele Anbieter finden werden, die Testzentren auf dem Land einrichten, ist fraglich.