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Risikoländer Ägypten und Tunesien: Regionale Reisebüros melden nur wenige Stornierungen

Risikoländer Ägypten und Tunesien: Regionale Reisebüros melden nur wenige Stornierungen

Mitten in der Urlaubszeit hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für Ägypten verschärft. Sicherheitshinweise gibt es auch für Tunesien, die Türkei und Bulgarien. Die Urlauber aus der Region Trier scheint das kaum zu stören.

Vor dem Hintergrund der andauernden gewalttätigen Auseinandersetzungen mahnt die Bundesregierung Ägypten-Reisende zur Vorsicht. Neben der Hauptstadt Kairo sollten die Touristenzentren in Luxor und Assuan sowie Nilkreuzfahrten unbedingt gemieden werden , heißt es beim Auswärtigen Amt.

In den Reisebüros der Region Trier halten sich die Auswirkungen in Grenzen, wie eine Umfrage unserer Zeitung ergab. Zwar habe es vereinzelt Umbuchungen gegeben, sagt Stephan Pütz vom Bitburger Reisebüro Pütz, aber der große Ansturm sei ausgeblieben. Im Gegenteil: "Kunden, die gerade aus Ägypten zurückgekehrt sind, haben uns gesagt, dass sie von den Unruhen nichts mitbekommen haben", sagt Pütz.

Ähnlich äußert sich auch Stefan Grundhöfer vom Luxtour-Reisebüro in Hermeskeil. Er verweist allerdings darauf, dass Ägypten vor allem in den hiesigen Wintermonaten ein beliebtes Reiseziel sei. "Und so wie die Reiseveranstalter Kapazitäten in Ägypten eingekauft haben, gehen sie davon aus, dass die Querelen im Land bis dahin vorbei sind", sagt Grundhöfer. Das gilt aber nicht für alle Veranstalter. "Wegen der anhaltenden Unsicherheit im Land" hat Luxairtours nach Angaben seines Sprechers Asko Schröder das Reiseziel Scharm el-Scheich aus dem Winterkatalog gestrichen.

"Wer seinen Sommerurlaub gebucht hat, fährt", sagt Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband. Das gelte auch für Tunesien, wo es seit der Ermordung zweier Oppositionspolitiker zu Demonstrationen und Streiks kommt. "Die Touristengebiete sind davon aber nicht betroffen", sagt Reisebüro-Geschäftsführer Stefan Grundhöfer. Auch für die Türkei und Bulgarien gibt es wegen der anhaltenden Demonstrationen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Allerdings gelten die nur für die größeren Städte Istanbul, Sofia oder Varna. "Städtereisen werden im Hochsommer ohnehin fast nicht gebucht", sagt Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband, "und in den Hauptreisegebieten wie türkische Riviera oder Ägäis ist alles ruhig."

Tipp der Expertin: Vor Urlaubsantritt und auch am Ferienort sollten sich die Gäste über die Medien oder beim Veranstalter regelmäßig über die Sicherheitslage im Land informieren.