Verfassungsschutz beobachtet Wie die AfD in Rheinland-Pfalz mit völkischen Burschenschaften vernetzt ist

Mainz · Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich in Mainz ein völkisches Netzwerk gebildet. Der Verfassungsschutz beobachtet deshalb eine Burschenschaft mit Verbindungen zur AfD.

 Das Haus der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz wurde mehrfach schon zum Ziel von Angriffen.

Das Haus der Burschenschaft Germania Halle zu Mainz wurde mehrfach schon zum Ziel von Angriffen.

Foto: ANKE KRISTINA SCHAEFER

„Freiheit - Ehre - Vaterland“ - mit diesem Wahlspruch begrüßt die Burschenschaft „Germania Halle zu Mainz“ Besucher auf ihrer Website. Im Hintergrund ist ein schwarz-weißes Foto einer Mensur zu sehen. Die Mainzer Burschen sind pflichtschlagend, sie müssen mit scharfen Klingen fechten. Immer wieder werden solche Männerbünde wegen ihrer Rituale wie Fäckelmärschen, dem Farbentragen oder eben der Mensur kritisch beäugt. Doch im Fall der Mainzer Germania gehen offenbar auch politische Bestrebungen über die Grenzen des Grundgesetzes hinaus. Wegen ihrer völkischen Gesinnung hat der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz die Burschenschaft nun zum Beobachtungsobjekt erklärt. Die Behörde kann dazu auch Telefone abhören oder verdeckte Ermittler einsetzen.