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Rockfestival am Ring in der Krise: Vorverkauf läuft äußerst schwach - Veranstalter streiten erbittert um Millionenbeträge

Rockfestival am Ring in der Krise: Vorverkauf läuft äußerst schwach - Veranstalter streiten erbittert um Millionenbeträge

Das Rockfestival am Nürburgring droht zum Desaster zu werden. "Der Vorverkauf ist unterirdisch", wurde unserer Zeitung bestätigt. Jetzt streiten die Veranstalter darum, wer die bereits aufgelaufenen Kosten in Millionenhöhe trägt.

Nürburgring. Laut Vertrag müssen der Betreiber der Rennstrecke, die Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) und ihr Partner, die Deutsche Entertainment AG (Deag), Verluste wie Gewinne hälftig aufteilen. Doch offenbar ist man bei der CNG der Meinung, dass der schlechte Vorverkauf von der Deag zu verantworten ist. Daher ist man nicht bereit, für die bereits angefallenen Kosten wie die Vorauszahlungen für Künstlergagen entsprechend zu zahlen. Laut Wirtschaftswoche wurde bereits über die Auflösung ihres Fünfjahresvertrags für "Der Ring - Grüne Hölle Rock" gesprochen. Ein entsprechendes Angebot hatte die CNG offenbar vorgebracht.

Die Deag ist allerdings mit den Konditionen nicht einverstanden und lehnte die "Bedingungen der von Ihnen vorgeschlagenen Aufhebung" ab. Die Wirtschaftswoche zitiert aus einem entsprechenden Schreiben.
Deag-Sprecher Michael van Almsick bestätigte, dass es zu einem Streit mit der CNG gekommen ist. "Die Deag hat eine letzte Nachfrist zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gesetzt", sagte er. Seinen Angaben nach hat die CNG bisher nichts gezahlt und die Deag alles.

Am Freitagabend lief die letzte Frist ab. Kenner der Szene halten es für gut möglich, dass das Festival "Der Ring - Grüne Hölle Rock" komplett platzt. Dazu wollte sich CNG-Geschäftsführer Carsten Schumacher auf Nachfrage nicht äußern.

Das Festival soll vom 29. bis 31. Mai an der Rennstrecke laufen. In zeitlicher Nähe geht das Traditionsfestival "Rock am Ring" am Mendiger Flughafen über die Bühne - und ist bereits ausverkauft.