Rotstift bei Zug-Angebot

MAINZ. (win) Das Land will den Rheinland-Pfalz-Takt trotz einer Kürzung der Bundeszuschüsse "in seiner Substanz" erhalten. Die FDP fürchtet massive Kürzungen beim Zug-Angebot des Vorzeigemodells.

Nach der in Berlin beschlossenen Kürzung der Regionalisierungsmittel werden rund 147 Millionen Euro weniger Bundesgelder als geplant bis 2010 für den Schienenverkehr nach Rheinland-Pfalz fließen. Werde dieser Betrag eingespart, drohe eine drastische Kürzung des Zug-Angebotes, warnte der frühere Verkehrs-Staatssekretär Günter Eymael (FDP) im Landtag. Die Folge wären weniger Fahrgäste, höhere Preise und weniger Anbindungen für den ländlichen Raum. Ministerpräsident Kurt Beck reklamierte für sich, noch stärkere Kürzungen verhindert und einen erneuten Anstieg der Mittel ab 2009 erreicht zu haben. Er setzt vor allem auf Einsparungen durch mehr Wettbewerb bei der Ausschreibung des Betriebs von Bahnstrecken. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Hendrik Hering will das Land den Rheinland-Pfalz-Takt mit seinen landesweit verknüpften Angeboten "in seiner Substanz" erhalten. Zumindest teilweise sollen Rücklagen eingesetzt werden.

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