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Ruppertsklamm: Was man für eine Wanderung wissen sollte

Freizeit : Ausflugsziel Ruppertsklamm: Was man für eine Wanderung wissen sollte

Durch die Ruppertsklamm führt ein bekannter Wanderweg, der nun schon seit langer Zeit im Naturschutzgebiet liegt. Für eine Wanderung sollte man sich darauf einstellen, dass es nicht nur durch flaches Gelände geht.

Wo liegt die Ruppertsklamm?

Die Ruppertsklamm ist eine circa 1,5 Kilometer lange Klamm in Lahnstein, Rheinland-Pfalz. Sie ist eine kurze und alpine Wanderroute zwischen dem Niederwesterwald und dem Taunus. Die Wanderroute verläuft entlang des rechten Zuflusses der Lahn auf dem Gebiet der Stadt Lahnstein, nahe Koblenz. Die Ruppertsklamm überwindet einen Höhenunterschied von 235 Höhenmetern. Seit 1936 ist sie als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Woher kommt der Name Ruppertsklamm?

Der ursprüngliche Name des Baches, der ein Zufluss der Lahn ist, lautet „Michelsbach“. Die Klamm selbst hatte früher keinen konkreten Namen. Vermutlich entstand der Name Ruppertsklamm durch ein Missgeschick bei der Recherche. Er wurde erstmals 1901 auf dem erschienenen Kartenblatt „Coblenz“ verzeichnet.

Was bietet die Ruppertsklamm zum Wandern?

Die Tour dauert circa zwei Stunden. Zu Beginn der Wanderung wandert man auf einem relativ flachen Waldweg. Dieser geht jedoch schnell in einen schmalen Pfad über und windet sich langsam in die Höhe. Stufen erleichtern den Aufstieg. Schließlich wird das schmale Tal zur engen Klamm. Es gibt steile und felsige Abschnitte, welche mit Drahtseilen gesichert sind. Daran kann man sich festhalten. Der Weg ist sehr abwechslungsreich. Es geht über Geröll, über kleine Holzbrücken und über Steine im Bachbett. Moosbewachsene Felsen und Sandstein säumen die Seiten. Der Wildbach, der rechte Zufluss der Lahn, verläuft zwischen den Felsen. Die Klamm selbst umgibt ein Laubwald. Das Naturschutzgebiet ist auch Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes Lahnhänge und des europäischen FFH-Gebietes Lahnhänge. Es gehört zu „Natura 2000“, einem europäischen Schutzgebietsnetz. In der Mitte der Ruppertsklamm erinnert eine Gedenktafel an Theodor Zais. Er hat die Klamm zwischen 1910 und 1912 erschlossen.

Die Ruppertsklamm eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern, denn die Wanderung kann zu einem echten Abenteuer werden. Das Plätschern des Baches begleitet die Wanderer. Es riecht nach Holz, Moos und Walderde. Am Ende der eigentlichen Klamm, dem nördlichsten Punkt, befindet sich die Schutzhütte Ruppertsklamm. Diese ist unbewirtschaftet. Sie bietet Platz für rund 50 Wanderer. Hier gibt es die Möglichkeit zum Grillen oder um ein Feuer im Kamin im Innern zu entfachen. Von der Hütte führen weitere Wanderwege in benachbarte Ortschaften. Der Ruppertsklamm Rundweg verläuft ab hier in südöstliche Richtung auf flacher Strecke. Dieser Panoramaweg verläuft oberhalb der Klamm und ist der Rückweg zum Startpunkt an der B260. Hier bekommt man Ausblicke auf die Lahn, das Kloster Allerheiligenberg und die Burg Lahneck geboten. Immer wieder zweigen vom Weg weitere Wanderwege in unterschiedliche Richtungen ab.

Wo finde ich einen Parkplatz an der Ruppertsklamm?

Die Ruppertsklamm befindet sich an der B260, etwa 3,5 Kilometer östlich von Lahnstein. Die Klamm liegt rund zehn Kilometer südlich von Koblenz und 65 Kilometer nördlich von Wiesbaden. Es gibt verschiedene Parkplätze an der Ruppertsklamm.

  • Parkplatz Ruppertsklamm: Emser Landstraße 26 (rund um die Uhr geöffnet)
  • Parkplatz Naturpark Nassau: 56112 Lahnstein (kostenlos und rund um die Uhr geöffnet)
  • Parkplatz im Lag: Parkplatz, 56112 Lahnstein (kostenlos)
  • Parkplatz Friedhof: Zur Ruppertsklamm 1-7, 56112 Lahnstein (kostenlos)

Vom Parkplatz Ruppertsklamm sind es nur wenige Meter bis zum Eingang. Außerdem ist die Anreise mit der Bahn möglich. Dafür bieten sich die Bahnhöfe Niederlahnstein und Oberlahnstein an. Allerdings läuft man von beiden noch circa eine Dreiviertelstunde an der Lahn entlang, bevor man die Ruppertsklamm erreicht.

Welchen Schwierigkeitsgrad haben die Wanderwege in der Ruppertsklamm?

Die Wege verlaufen über Geröll und Brücken und sind nicht barrierefrei. Mit einem Kinderwagen beispielsweise sind die Wege nicht zu begehen. Bei Schnee und Eis können sie rutschig sein. Seile an den Wänden bieten Halt. Man kann deswegen die Ruppertsklamm auch als Klettersteig bezeichnen. Baumstämme und Äste liegen immer mal wieder in der Klamm, versperren jedoch nicht den Weg. Aufgrund der guten gesicherten Panoramawege gibt es jedoch grundsätzlich kaum Schwierigkeiten beim Bewandern der Ruppertsklamm. Der Schwierigkeitsgrad wird als "mittel" eingestuft.

Kann man in der Ruppertsklamm mit Hund wandern?

Hunde mitzuführen ist nicht verboten. Prinzipiell ist die Ruppertsklamm dafür auch geeignet. Die Ruppertsklamm verläuft hauptsächlich durch den Wald und ist somit auch im Sommer nicht zu heiß. Durch den Bach gibt es Trinkmöglichkeiten für Hunde.