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Ryanair-Streiks: Für Spanien-Urlauber drohen immer noch Probleme

Flugverkehr : Weitere Flugausfälle möglich: Streiks bei Ryanair in mehreren Ländern

In mehreren Ländern streikten Mitarbeiter der Fluggesellschaft Ryanair - wohl nicht zum letzten Mal. Spanien-Urlaubern droht im Juli zusätzliches Ungemach. Gleich an drei Wochenenden wollen Flugbegleiter der Airline Easyjet ihre Arbeit dort niederlegen.

Nun gab es nicht nur Flugausfälle wegen Personalmangels bei den Airlines, sondern wegen Streiks. Wer am Wochenende mit der irischen Fluggesellschaft Ryanair fliegen wollte, der musste damit rechnen, dass sein Flug ausfällt. In mehreren Ländern hatten Gewerkschaften das Bordpersonal der Airline zu Streiks aufgerufen. In Belgien und Portugal ging es um den Zeitraum vom 24. bis zum 26. Juni – dort haben auch Piloten von Ryanair ihre Arbeit niedergelegt –, in Frankreich wurden die Streiks des Ryanair-Personals vom 25. bis zum 26. Juni angesetzt und in Italien am 25. Juni.

Noch härter sollte es die Ryanair-Passagiere von und nach Spanien treffen. Dort sollte das Personal der Fluggesellschaft vom 24. bis zum 26. Juni und vom 30. Juni bis zum 2. Juli die Arbeit niederlegen. Die spanische Regierung beschloss jedoch eine Pflicht für einen Mindestbetrieb, der die Zahl der Flugausfälle begrenzte. Bei Ryanair in Spanien soll der Arbeitskampf nun erst am 1. Juli weitergehen.

Worum es bei den Ryanair-Streiks geht

Das Kabinenpersonal streikt für bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen. Die spanische Gewerkschaft USO kritisiert, dass Ryanair sich immer noch nicht an das spanische Arbeitsrecht halte. Die Fluggesellschaft verweigere den Mitarbeitern unter anderem die 22 Urlaubstage, die allen Arbeitnehmern in Spanien zustünden. Auch würden Gehälter unregelmäßig ausbezahlt.

Die Auswirkungen des Arbeitskampfes waren in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark. Selbst in Spanien, wo die Streiks weitgehend unterbunden wurden, waren die Folgen spürbar. Nach Angaben der Mallorca Zeitung waren allein am Samstag mindestens 51 Ryanair-Flüge in Palma de Mallorca verspätet. Mindestens vier Flüge seien gestrichen worden.

Weitere Streiks bei Fluggesellschaften in Spanien erwartet

Die Streiks am Wochenende, die in den Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen fielen, sollen erst der Auftakt für eine ganze Reihe von Arbeitskampfmaßnahmen bei Fluggesellschaften in Spanien sein. Davon betroffen ist auch die Airline Easyjet. An insgesamt drei Wochenenden im Juli (vom 1. bis 3.; 15. bis 17. und 29. bis 31.) sind die Flugbegleiter der britischen Fluggesellschaft zum Streik aufgerufen. Sie fordern laut Gewerkschaftsangaben eine Gehaltserhöhung von mindestens 40 Prozent. Das Grundgehalt des Easyjet-Bordpersonals in Spanien liegt demnach derzeit bei 950 Euro pro Monat.