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Ryanair wettert erneut gegen Ticketsteuer

Ryanair wettert erneut gegen Ticketsteuer

Die irische Fluggesellschaft Ryan-air macht erneut Front gegen die seit vergangenem Jahr erhobene Ticketsteuer in Deutschland. Die Abgabe führe zu massiven Passagierverlusten und gefährde Jobs, verkündete Ryanair.

Lautzenhausen. Die Bundesregierung bleibt hart. Die im vergangenen Jahr eingeführte Steuer für Flugtickets (acht Euro zusätzlich für Flüge innerhalb Europas, 25 Euro für Mittelstrecken) bleibt. Das wurde Anfang des Monats entschieden. Die Fluggastgebühren haben im vorigen Jahr 959 Millionen Euro in die Staatskasse gespült. Gleichzeitig belegt eine Studie des Bundesfinanzministeriums, dass die deutschen Flughäfen ohne die Ticketsteuer 2011 mit zwei Millionen mehr Passagieren hätten rechnen können.
Verloren haben vor allem Regionalflughäfen, von denen auch die irische Fluggesellschaft Ryanair fliegt. Wie auch der Flughafen Hahn. Seit Einführung der Ticketsteuer geht die Zahl der Fluggäste dort zurück. Im Mai sank sie erneut um 94 000 auf rund eine Million, ein Minus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch deutlicher ist der Rückgang in Münster (minus 21 Prozent) und Düsseldorf Weeze (25 Prozent). Die "verrückte Politik, Touristen mit Steuern zu belasten", schade dem regionalen Flughafenverkehr und gefährde Jobs, teilte Ryanair mit und fordert die Abschaffung der Steuer. Dass Ryanair keinen Spaß mit höheren Gebühren versteht, bekommen derzeit alle diejenigen zu spüren, die mit den Iren nach Spanien fliegen. Weil die spanische Regierung die Abfluggebühren ab Juli erhöht hat, verlangt Ryanair auch für bereits bezahlte Flüge ab Spanien nachträglich höhere Gebühren. wie