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Saarländische Lehrer kritisieren Zustände an Schulen

Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv
Eine Lehrerin steht in einem Klassenraum an einer Tafel und schreibt. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv FOTO: Mohssen Assanimoghaddam
Saarbrücken. Saarländische Lehrer sehen sich an der Belastungsgrenze: Bei einer Protestaktion vor der Staatskanzlei in Saarbrücken wollen heute mehrere hundert Lehrer auf Missstände an Schulen aufmerksam machen. dpa

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) hat dazu unter dem Motto „Schule am Limit“ aufgerufen. Er fordert mehr Lehrerstellen, kleinere Klassen und „multiprofessionelle Teams“ auch mit Sozialarbeitern für alle Schulen. Der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schließt sich der Aktion an.

Laut SLLV hat es in der Vergangenheit mehrere Hilferufe von Gemeinschaftsschulen gegeben. Auch derzeit erreichten den Verband wöchentlich Schreiben, Mails und Anrufe, in denen Kollegen Missstände und hohe Belastungen beschrieben, hieß es. Es müsse jetzt dringend gehandelt werden.

Nach Angaben des saarländischen Bildungsministeriums sind bereits Maßnahmen zur Entlastung auf den Weg gebracht worden. In den vergangenen Jahren seien rund 300 Lehrer zusätzlich eingestellt worden - die Klassen an Grundschulen wurden demnach verkleinert. Und: Für „multiprofessionelle Teams“ stelle die Landesregierung von 2020 an zwei Millionen Euro zusätzlich bereit, teilte das Ministerium mit.

Forderungen der GEW

Protestaktion SLLV