Sana soll Management von Mittelrhein-Klinik übernehmen

Sana soll Management von Mittelrhein-Klinik übernehmen

Beim kriselnden Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) soll die Sana Kliniken AG künftig das Management übernehmen. Diese Entscheidung für die fünf Krankenhäuser in Koblenz (2), Mayen, Boppard, und Nastätten sei am Freitag getroffen worden, teilte das Gemeinschaftsklinikum in Koblenz mit.

Sana solle die Aufgabe übernehmen, sobald das Bundeskartellamt seine Zustimmung erteilt habe. Der GKM-Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Vohl sagte, an den Besitzverhältnissen ändere sich damit nichts. „Unser GK-Mittelrhein verbleibt in den aktuellen Trägerschaften. Es handelt sich also nicht um eine Privatisierung, es werden auch keine Anteile verkauft.“

Gesellschafter des GKM sind die Stadt Koblenz, der Kreis Mayen-Koblenz sowie kirchliche Organisationen. Vor kurzem hatte das Unternehmen mit nahezu 4000 Beschäftigten erklärt, in einer „schwierigen finanziellen Situation“ zu stecken. Es sei entschieden worden, die Kreditlinie bei den finanzierenden Banken zu erweitern. Auch das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hatte sich zur Lage beim GKM geäußert. Für die weitere konkrete Entwicklung gebe es verschiedene Optionen bis hin zum Einstieg eines starken Partners, hatte das Ministerium Anfang Februar erklärt. Die gesundheitliche Versorgung der Menschen in der Region werde unabhängig von der weiteren Entwicklung am GKM weiterhin gewährleistet sein.