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Schäden am Gewölbe: Bahntunnel bei Cochem stundenlang gesperrt

Schäden am Gewölbe: Bahntunnel bei Cochem stundenlang gesperrt

Wegen eines gemeldeten Deckeneinsturzes ist der Kaiser-Wilhelm-Tunnel zwischen Cochem und Eller (Kreis Cochem-Zell) am Freitag für rund zwei Stunden gesperrt worden. Laut Bahn hatte der Lokführer eines Güterzuges am Vormittag Schäden an der Tunneldecke bemerkt.

Aus Sicherheitsgründen wurde der Bahnverkehr um 10.24 Uhr gestoppt und ein Schienenersatzverkehr zwischen Bullay und Cochem eingerichtet. Ein Sachverständiger untersuchte die Decke. Um 12.44 Uhr wurde der Tunnel für den Bahnverkehr wieder freigegeben. Nach Angaben der Bahn war der Fernverkehr von der Sperrung nicht betroffen, im Regionalverkehr gab es einige Verzögerungen.
Der Tunnel ist mehr als 4200 Meter lang und war bis 1998 Deutschlands längster Eisenbahntunnel durch ein natürliches Hindernis. 2016 soll der Zugverkehr dort auch durch eine zweite Röhre laufen, die seit April 2010 in den Berg gefräst worden ist. Die bestehende Röhre wird seit 1879 für den Zugverkehr genutzt. Aus diesem Grund kommt es dort laut Bahn gelegentlich vor, das kleinere Teile von der Decke abplatzen.
Die Pläne der Bahn sehen bislang vor, die alte Röhre zu sanieren, wenn die neue Röhre genutzt werden kann. Die Bauarbeiten an den beiden Tunnelröhren haben sich allerdings etwas verzögert, die Fertigstellung ist bis 2015 geplant. Rund 200 Millionen Euro werden investiert. dj