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Schmuddelwetter an Weihnachten, aber immerhin ist Schnee in Sicht

Schmuddelwetter an Weihnachten, aber immerhin ist Schnee in Sicht

Ein schönes Weihnachtsfest, aber eher ungemütliches Weihnachtswetter: Das sind die Prognosen für die nächsten Tage. Volksfreund-Wetterfrosch Dominik Jung hat dennoch gute Nachrichten für Wintersportfreunde: Anfang Januar könnte es auch in der Region Trier schneien.

Heiligabend im Schnee bleibt auch in diesem Jahr ein Wunschtraum. "Es wird in den nächsten Tagen zwischen Prüm, Trier und Morbach sehr ungemütlich", sagt Meteorologe Dominik Jung, "mit vielen Wolken, viel Regen und Tagestemperaturen zwischen sieben und neun Grad." Dazu komme noch etwas Wind, der in Trier mit etwa 50 Stundenkilometern unterwegs sei und auf den Höhen von Eifel und Hunsrück auch schon mal bis zu 80 Stundenkilometer erreichen könne.

Das klingt eher nach Herbst- als nach Weihnachtswetter. Allerdings war es in den vergangenen Jahren auch nicht viel anders. Vor einem Jahr waren die Temperaturen in der Region an Heiligabend sogar zweistellig. Damit ist 2016 immerhin nicht zu rechnen.
Zum letzten Mal weiße Weihnachten gab es vor sechs Jahren. Damals schneite es sogar ordentlich. Selbst auf dem Trierer Petrisberg lagen stolze 18 Zentimeter Schnee (siehe Grafik). Nach Angaben von Volksfreund-Wettefrosch Dominik Jung gab es in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten in der Region Trier im Schnitt nur alle vier Jahr weiße Weihnachten.

Bedeutet aber auch: Eigentlich müsste es demnächst mal wieder soweit sein. Nach Weihnachten sollen die Temperaturen laut Jung jedenfalls schon mal leicht zurückgehen. Für den Jahreswechsel sagt der Meteorologe überwiegend trockenes Wetter bei Temperaturen zwischen vier und fünf Grad voraus.
Zu Beginn des neuen Jahres könnte es dann deutlich kälter werden. "Es sieht nach einem winterlichen Jahresauftakt aus", sagt der Volksfreund-Meteorologe. Aus Nordosten ströme kalte Luft in die Region - Jung nennt sie einen kalten Russenkuss - während sich aus Nordwesten feuchte Luft darunter mischen könne. Beides die richtigen Zutaten für den wohl vor allem von den Kindern herbeigesehnten Schnee. "Der könnte dann sogar bis in die Niederungen der Region Trier fallen und liegenbleiben", sagt Jung. Allerdings: Hundertprozentig sicher ist diese Entwicklung noch nicht. "Da kann sich noch einiges tun", sagt der Volksfreund-Wetterfrosch.

Wer auf Schnee an den Weihnachtstagen nicht verzichten will, muss schon in die Berge fahren. Hier gilt das Motto: Je höher, desto schneesicherer. In den bayerischen Alpen sind derzeit ganz gute Wintersportbedingungen. Die Skigebiete in Österreich sind größtenteils geöffnet, die Pistenverhältnisse sind gut bis sehr gut. Das gilt auch für die Skigebiete in den französischen und italienischen Alpen.
Wen es eher in die Sonne zieht und dabei in Europa bleiben will, der ist auf den Kanaren gut aufgehoben. Dort sollen es in den nächsten Tagen um die 22 Grad werden. Für die Balearen sagen die Meteorologen schönes Wetter und etwa 20 Grad voraus.

Nach einer aktuellen Umfrage fahren immerhin fünf Prozent der Deutschen über die Weihnachtstage in den Urlaub. Besonders beliebt sind nach Angaben von Reiseveranstaltern die Kanarischen Inseln und Portugal, Wintersportziele in Deutschland und Österreich sowie Fernreisen nach Thailand, in die Dominikanische Republik oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Das regionale Weihnachtswetter und die Aussichten für die nächsten Tage gibt es für alle Volksfreund-Leser auch im Original-Ton von unserem Meteorologen Dominik Jung .