Schnee-Chaos in der Region legt den Verkehr lahm

Schnee-Chaos in der Region legt den Verkehr lahm

In der gesamten Region haben starke Schneefälle und querstehende Fahrzeuge zu chaotischen Zuständen auf den Straßen geführt. Bei Nerdlen (Vulkaneifelkreis) rammte ein Polizeifahrzeug den Wagen einer 20-Jährigen.

(har/woc) Nichts ging mehr am Mittwochabend auf den Straßen der Großregion, nachdem am Nachmittag starke Schneefälle eingesetzt hatten. Der Berufsverkehr brach vielerorts zusammen: Auf der Autobahn 64 Richtung Luxemburg und auf der A1 am Mehringer Berg brachten querstehende LKW den Verkehr zum Erliegen. Die B51 zwischen Trier und Bitburg war teilweise gesperrt, ebenso die B268 von Trier Richtung Pellingen. Auch in anderen Hanglagen im Kreis Trier-Saarburg, in Eifel, Hochwald und Hunsrück staute sich der Verkehr. Besonders die Hunsrückhöhenstraße und die B410 von Büdesheim Richtung Gerolstein waren betroffen.

Im Trierer Stadtgebiet brach der Verkehr zusammen: Unter bis zu zehn Zentimetern Schnee, die innerhalb von zwei Stunden gefallen waren, bildete sich Eis. Die Trierer Polizei meldete etliche Staus und Unfälle mit Blechschäden. Die Höhenstadtteile waren vom Busverkehr abgeschnitten. In Eifel und Hunsrück meldete die Polizei Dutzende Unfälle, aber lediglich Blechschäden.

Ein schwerer Verkehrsunfall hatte sich bereits am Mittwochmorgen auf der L67 bei Nerdlen im Vulkaneifelkreis ereignet. Eine 20-Jährige aus Daun war mit ihrem Kleinwagen in Richtung Dockweiler unterwegs, als sich ihr Auto an einer Steigung querstellte. Ein bergab fahrender Streifenwagen der Polizei Daun konnte nicht mehr bremsen und stieß gegen die Beifahrerseite des Kleinwagens. Die Fahrerin wurde lebensgefährlich verletzt. Die beiden Polizisten wurden leicht verletzt.

Wegen einer Glatteiswarnung stellte die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft ihren Busbetrieb ab Mittwochmittag nahezu ein. Zuvor hatte das Unternehmen rund 60 Schulen gebeten, den Unterricht spätestens um 13 Uhr zu beenden. Für viele Schüler fiel der Nachmittagsunterricht aus.

Im Raum Gerolstein waren mehrere Hundert Haushalte zeitweise ohne Strom. Die Niederschläge ließen Obermosel, aber auch Saar und Sauer ansteigen. Am Abend erreichte der Pegel der Mosel in Trier die Sechs-Meter-Marke. Für Donnerstag meldet der Deutsche Wetterdienst weitere Niederschläge in der Region bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Es drohen Überschwemmungen.

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