Vorsicht vor Glätte Schneefall in der Region: Stau auf der Autobahn, Unfälle in der Eifel (Fotos)

Update | Bitburg/Hermeskeil · Erneuter Schneefall hat am Montag für Verkehrsbehinderungen und Unfälle in der Region gesorgt. Autofahrer mussten wegen Glätte aufpassen

Hochwald und Hunsrück: Schneechaos auch auf der A1 und A62
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Schnee im Hochwald und Hunsrück führt zu Verkehrschaos

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Foto: TV/Florian Blaes

Die Region bleibt winterlich weiß. Der Schnee von voriger Woche liegt noch auf den Feldern und an den Straßenrändern, da ist am Montag schon die nächste Schneefront auf die Region zugerollt.

Anders als noch vor einer Woche mussten Autofahrer diesmal damit rechnen, dass die Straßen nicht so zügig vom Winterdienst geräumt wurden wie gewohnt: Die Gewerkschaften hatten für Montag zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen, meldete die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Dadurch wurde der Winterdienst nur in einer Notbesetzung betreut, wie der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) mitteilte.

Verkehr in der Eifel: Blechschäden

 Unfall auf der B51

Unfall auf der B51

Foto: Polizei Prüm
 Unfall auf der L12 bei Brandscheid

Unfall auf der L12 bei Brandscheid

Foto: Polizei Prüm

Die Lage auf den Straßen blieb aber in der Eifel noch relativ entspannt. Wie die Polizeiinspektion Bitburg mitteilte, habe es im Laufe des Morgens bis zum frühen Nachmittag nur ein paar Blechschäden gegeben. Auch bei der Polizeiinspektion Prüm hieß es zunächst, wegen der Witterung habe es zwar Unfälle gegeben, unter anderem eine Spiegelkollision. Schwerere Vorfälle habe man aber nicht aufnehmen müssen. Im Laufe des Nachmittags kam es zu weiteren Unfällen: Zunächst kam nach Angaben der Polizei eine 18-jährige Fahranfängerin auf der L12 bei Brandscheid von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Die und ihr Beifahrer wurden nur leicht verletzt. 15 Minuten später wurde ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem LKW in der Ortslage Pronsfeld gemeldet. Hierbei wurde niemand verletzt.

Fotos: Schneefall in der Eifel am 4. Dezember 2023
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Winterpracht zwischen Bitburg und Prüm

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Foto: TV/Frank Auffenberg

Gegen 17:45 Uhr kippte ein Lkw mit Tankauflieger auf der B 51 zwischen Reuther Höhe und Olzheim zur Seite und kam neben der Fahrbahn zum Liegen. Unfallursache dürfte der starke Schneefall in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit gewesen sein. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Lkw soll am Dienstagvormittag durch eine Fachfirma geborgen werden, im Rahmen dessen kommt es zu einer temporären Sperrung/Umleitung im genannten Bereich.

Um 18 Uhr rutsche dann noch der Fahrer eines Transporters auf der L33 bei Feuerscheid aufgrund schneeglatter Fahrbahn gegen ein Verkehrszeichen. Auch er wurde nicht verletzt. Gegen 18:50 Uhr beobachtete ein Bewohner der Ortslage Mauel, wie ein LKW vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und mit seinem Auflieger eine Hauswand streifte. Anschießend setzte er seine Fahrt ungehindert in Richtung Waxweiler fort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion in Prüm zu melden.

LKW bleiben im Hunsrück und Hochwald stecken

Starker Schneefall sorgte ab Montagmorgen auch im Hochwald und Hunsrück für Verkehrsbehinderungen. Bei Minustemperaturen blieb der Schnee auf den Straßen liegen. Auf vielen Steigungen blieben LKW stecken. Besonders betroffen waren zum Beispiel die B269 zwischen Morbach und Birkenfeld und der B422 zwischen Allenbach und Idar-Oberstein. Auch auf der L164 zwischen Deuselbach und Allenbach am Erbeskopf vorbei kam der Verkehr zum Erliegen. Hier stellte sich ein LKW quer, weitere kamen nicht mehr von der Stelle.

Die Straßenmeisterei Hermeskeil meldete am Montagmittag für ihren Zuständigkeitsbereich ebenfalls mehrere liegengebliebene LKW auf der Bundesstraße 407 im Hochwald. Zudem sei die K 68 zwischen Mandern und Zerf gesperrt worden.

Darüber hinaus gab es viele Unfälle, laut Polizei auf Nachfrage aber nur mit Blechschäden. So kam zum Beispiel auf der B269 bei Hoxel ein Auto von der Fahrbahn ab.

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hatte am Montag auch Auswirkungen auf die Straßenmeistereien in der Region Trier: Bedingt durch den Streik seien in Hermeskeil, Thalfang, Saarburg und Trier weniger Mitarbeiter als üblicherweise für den Winterdienst verfügbar, hieß es. In Hermeskeil seien daher trotz des Schneefalls nicht alle Räumfahrzeuge einsatzbereit gewesen.

Betroffen war auch der ÖPNV: Die Linie 201 Hermeskeil-Wadern stellte zeitweilig den Betrieb ein. Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) teilte zudem mit, dass es auf verschiedenen Strecken zu Verspätungen oder Ausfällen kommen könne. Aktuelle Infos gibt es auf der Website des VRT.

A1 im Saarland zeitweilig gesperrt

Auch im nördlichen Saarland verursachte der Schneefall Probleme auf den Straßen: So war die Autobahn A1 Richtung Saarbrücken zwischen Nonnweiler-Braunshausen und Nonnweiler-Primstal wegen eines querstehenden LKW am Nachmittag gesperrt. Die A62 war ebenfalls Richtung Landstuhl zwischen Nonnweiler-Otzenhausen und Nohfelden-Türkismühle durch einen querstehenden LKW blockiert. Im Verkehrschaos ist auch der Räum- und Streudienst zum Erliegen gekommen.

Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung gab es der Polizei zufolge bis zum frühen Montagnachmittag 68 witterungsbedingte Einsätze im Saarland. Bei Unfällen seien mindestens fünf Menschen leicht verletzt worden. In Fremersdorf (Landkreis Saarlouis) rutschte ein Linienbus in die Leitplanke.

Der Deutsche Wetterdienst warnte für den Montagabend vor „markanter“ Glätte auf den Straßen in Teilen der Eifel und des Hunsrücks, unter anderem auch wegen einsetzenden Eisregens. In den Hochlagen oberhalb von rund 500 Meter sind bis zum Abend an die 15 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Für den Dienstag sind keine Warnungen ausgegeben. Nach Angaben des DWD ist vorübergehend mit milderer, ab dem Nachmittag aus Nordwesten wieder etwas kühlerer Luft zu rechnen. Ab dem Nachmittag könnte es ab 600 bis 800 Metern Höhe im Bergland erneut leicht schneien. Im Bergland könnte es in der Nacht zum Mittwoch durch überfrierende Nässe glatt werden.

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