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SPANGDAHLEM. (iz/dpa) Der Ausbau der Airbase Spangdahlem läuft weiter auf Hochtouren. Die Erweiterung des US-Stützpunkts in der Eifel wird voraussichtlich planmäßig am 31. Dezember 2005 abgeschlossen sein. Das Projekt soll etwa 40 Millionen Euro weniger kosten als ursprünglich vorgesehen.

2000 Kubikmeter Beton: So viel wird täglich an der neuen großen Flugzeugrampe für Transportmaschinen verarbeitet - einem der zentralen Projekte der derzeit laufenden Verlegung der US-Airbase von Frankfurt nach Ramstein und Spangdahlem. Dutzende von LKW sorgen dafür, dass die modernen Betoniermaschinen, die die Rampe fast im Alleingang bauen, nicht trocken laufen. Der Beton für die 32 Zentimeter dicke Stellfläche wird direkt auf der Airbase angerührt. 60 Millionen Euro wird das Rollfeld für elf Großraumflugzeuge kosten, dessen Dimensionen beeindruckend sind: Es ist 930 Meter lang und 200 Meter breit.Die Arbeiten laufen offenbar ganz nach den Vorstellungen der Amerikaner. Kein Wunder. Peter Neukom, leitender Bauingenieur vom Büro für das Rhein-Main-Verlegungsprojekt, sagt: "Wir liegen voll im Zeitplan." Weitere positive Nachricht: Wegen "günstiger Verträge" mit regionalen Unternehmen seien in Spangdahlem 40 Millionen Euro eingespart worden. Die sind allerdings bereits nach Ramstein verplant worden. Denn dort wird das Projekt teurer als ursprünglich geplant. Und doch: Die eingefrorenen 30 Millionen Euro für das Hospital auf der Airbase Spangdahlem sind wieder freigegeben. Die kleine, hochmoderne Militär-Klinik kann also gebaut werden.Der neue Spangdahlemer Kommandeur, Oberst Dave Goldfein, der standesgemäß mit dreckigen Schuhen und dreckiger Hose wie ein Bauherr durch die Baustelle stapft, ist angesichts der guten Nachrichten zufrieden: "Wir werden hiermit für viele Aufgaben gerüstet sein."Neue Aufgaben, neues Personal

Mit der Verlegung der Rhein-Main-Airbase komme auf Spangdahlem neben den Kampfeinsätzen eine neue Aufgabe als Unterstützungs- und Ausweichpunkt für die militärische Transportlogistik-Drehscheibe Ramstein zu. "Wir werden hier Großraumflugzeuge mit Fracht- und Personentransporten haben - das bedeutet mehr Flugbewegungen und Organisationsaufwand", sagt Goldfein. 125 Kräfte der Rhein-Main-Airbase sollen in Spangdahlem ihren Dienst aufnehmen.Den Standort Spangdahlem sieht der neue Kommandeur wie sein Vorgänger als "sichere Base" an. "Wie nachher unser Auftrag aussehen wird und welche Waffengattungen hier untergebracht werden, das ist eben die Frage."Die Entscheidung darüber falle bei den derzeit laufenden Beratungen zur weltweiten Neuaufstellung der US-Truppen. Dass der Standort strategisch gut ausgerichtet sei, zeige auch die in diesem Spätsommer und Herbst geplante erneute Entsendung von 1000 Soldaten für Einsätze im Irak. Geplant sind bis Ende 2005 unter anderem noch die Errichtung von Schlafunterkünften für Soldaten und Besucher. Bereits im September 2003 war eine neue Start- und Landebahn im Wert von neun Millionen Euro fertig gestellt worden.