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Schüler: Mit einer Stimme

Schüler: Mit einer Stimme

Die Schüler der weiterführenden Schulen im Land wollen bald mit einer Stimme sprechen und damit verstärkt bildungspolitisch Einfluss nehmen. Das Land signalisiert, das Schulgesetz im kommenden Jahr entsprechend zu ändern.

Mainz. Die Landesschülervertretung (LSV) soll bald Sprachrohr aller Schüler an weiterführenden Schulen von der Hauptschule über die Realschule bis zu den Berufsbildenden Schulen (BBS) werden. Das sieht eine am Montag gebilligte Satzungsänderung vor. Bislang repräsentiert die LSV nur Gymnasien und Gesamtschulen. Damit sich die Schüler künftig bei politischen Diskussionen oder Anhörungen in den Schulträgerausschüssen mit einer Stimme einbringen können, ist allerdings eine Änderung des Schulgesetzes durch den Landtag notwendig. Noch ist eine Trennung nach Schularten festgelegt.Unterstützung der drei Fraktionen und des Bildungsministeriums für eine Änderung gebe es bereits, so Felix Martens vom LSV-Vorstand. Die Vertretung könnte dann für mehr als 360 000 Schüler sprechen, fast doppelt so viele wie bislang. Haupt-, Real- und BBS-Schüler haben nach seinen Angaben derzeit keine landesweite Vertretung. Die LSV wird laut Schulgesetz zu Gesetzesänderungen und Verwaltungsvorgaben im schulischen Bereich gehört und kann zu schulpolitischen Fragen Stellung beziehen. Mit der erweiterten Zuständigkeit erhoffen sich die Schüler auch mehr Demokratie im Schulalltag. Durch eine neue Satzung gibt sich der LSV auch neue Strukturen. So sollen landesweit Kreis- oder Stadt-Schülervertretungen eingerichtet werden und die bisherigen Regionalen Arbeitskreise ablösen. Ein festgelegter Delegiertenschlüssel sorgt dafür, dass auch künftig alle Regionen in der Landesschülerkonferenz vertreten sind. Im Vorstand der LSV sollen möglichst alle Schularten vertreten sein. Die Landespolitik sei an der Reihe, einer "LSV für alle" auch die rechtliche Grundlage zu geben, mahnte der Vorstand. Bildungs-Staatssekretärin Vera Reiß lobte die Arbeit der LSV und sagte ihre Unterstützung zu