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Schüsse in Kusel auf Polizisten: Dritter Mann im Visier der Ermittler?

Räumlichkeiten durchsucht : Nach Tat in Kusel: Haben die Ermittler jetzt einen dritten Mann im Visier?

Nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten in Kusel wurden zwei Saarländer festgenommen. Der Verdacht: Sie wollten durch die Tat die Wilderei vertuschen, die sie offenbar in größerem Stil betrieben. Haben die Ermittler jetzt neben Andreas S. und Florian V. einen dritten Mann ins Visier?

Die Saarbrücker Zeitung hat exklusive Informationen, wonach es im Fall der bei Kusel ermordeten Polizisten erneut eine Hausdurchsuchung gegeben hat. Ob die betroffene Person als Mittäter der in Untersuchungshaft sitzenden Andreas S. und Florian V. oder als Zeuge gesehen wird - dazu will die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf laufende Ermittlungen keine Angaben machen. Ein Haftbefehl wurde offenbar nicht erlassen.

Nach SZ-Informationen haben die Ermittler am Mittwoch Räumlichkeiten des Mannes durchsucht. Er soll Wild für den beschuldigten Andreas S. gelagert haben. Wie die SZ erfuhr, soll der Mann zudem am Montag, 31. Januar, unmittelbar nach dem Mord an den beiden aus dem Saarland stammenden Polizisten einen Anruf von den mutmaßlichen Tätern erhalten haben. 

Kusel: Mann half den beiden Verdächtigen offenbar nach Autopanne

Andreas S. und Florian V. sollen sich gegen 5 Uhr - Tatzeitpunkt war gegen 4.20 Uhr - bei ihm gemeldet und um Pannenhilfe gebeten haben. Sie hatten mit ihren weißen Kastenwagen der Marke Renault offenbar auf der Flucht einen Unfall oder eine Panne. In dem Fahrzeug transportierten Andreas S. und Florian V. laut Staatsanwaltschaft 22 Stück Damwild, das sie bei ihrer Wilderei erlegt haben. Die angerufene Person, die wie Andreas S. aus Jäger-Kreisen stammt, soll der Bitte um Pannenhilfe nachgekommen sein. 

Die Staatsanwaltschaft äußerst sich nicht zu diesen Informationen. Auch nicht zu der Frage, ob die Tatwaffen gefunden wurden - die Ermittler gehen von zwei Waffen aus.