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Serie Sommer daheim: Schöne Radwege in der Großregion

Serie Sommer daheim : Am Wasser entlang Reize der Region erleben

Im St. Wendeler Land finden sich zwei der schönsten Radwege im Saarland. Ihr verbindendes Element: das Wasser.

Radfahren liegt im Trend. Doch lange bevor Corona den Boom auslöste, wurde im Dreiländereck schon auf Rad-Tourismus gesetzt. Zahlreiche Radwege locken Gäste an, sind aber auch für Einheimische eine gute Gelegenheit für Ausflüge.

Wir stellen Ihnen nachfolgend einige der interessantesten Radwege in der Region an Mosel und Saar vor. Das St. Wendeler Land im nördlichen Saarland bietet mit dem Bostalsee und der Primstalsperre gleich zwei touristische Schwergewichte.

 Die Tour um die Primstalsperre bei Nonnweiler ist bestens geeignet für Familien mit Kindern.
Die Tour um die Primstalsperre bei Nonnweiler ist bestens geeignet für Familien mit Kindern. Foto: ajk

Radtouren an oder um die Seen sind besonders reizvoll. Die Vorschläge werden von der Tourist-Information Sankt Wendeler Land empfohlen.

Die Kleine Bostalsee-Runde

Die mit 14 Kilometern und 200 Höhenmetern leichte Familien-Tour startet am Info-Punkt am Seehafen in Bosen. Wirklich flach ist es hier zwar selten, aber diese Tour ist auch für Familien mit Kindern gut fahrbar. Wem es trotzdem zu anstrengend ist, bleibt immer noch der Rundweg um den See mit sieben Kilometern Streckenlänge und 88 zu bewältigenden Höhenmetern.

Allerdings, das ist zu beachten, herrscht auf dem (Rad-) Weg direkt am See meist deutlich mehr Betrieb, da der herrliche See-Blick viele Radfahrer, Spaziergänger und Wanderer anlockt. Wer es ruhiger mag, radelt also vom See weg über den Saar-Bostalsee-Radweg nach Neunkirchen/Nahe und Selbach. Es geht vorbei am Freizeitpark Neunkirchen, am Wildfreigehege und der Katharinen-Kapelle in Selbach. Hier lohnt ein Abstecher zur Nahequelle, die mit Kinderspielplatz, Tiergehege und Bänken zur Rast einlädt. Zur Quelle selbst führt ein kurzer Fußweg. Dann weiter fahren auf den Nahe-Radweg bis zur Elzenberger Mühle. Über den Saar-Nahe-Höhen-Radweg und Saar-Bostalsee-Radweg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Hier kann man noch die Runde um den See anhängen, kommt dann auf 21 Kilometer Streckenlänge. Doch im Biergarten am Bostalsee wartet bereits ein Kaltgetränk.


Rund um die Primstalsperre

Auch diese Tour gilt als kinderfreundliche und zudem naturnahe Strecke. Folgt man ab der Staumauer der Primstalsperre bei Nonnweiler dem ausgeschilderten Rundweg, kommt man auf zehn leicht kupierte Kilometer. Rund um den See kann man die herrliche Landschaft in Ruhe genießen. Es gibt aber auch einiges zu bestaunen, vor allem die technischen Bauwerke der Talsperre und die mächtige Staumauer. Auf einer Fläche von 96 Hektar mit einer durchschnittlichen Tiefe von 45 Metern stauen sich 20 Millionen Kubikmeter Wasser. Rund um den See ist zudem ein lehrreicher Planetenweg angelegt. Am nordöstlichen Ausläufer des Sees sollte man sich unbedingt den „Züscher Hammer“ ansehen. Von dem am Zufluss des Altbachs gelegenen ehemaligen Hüttenwerk des 19. Jahrhunderts sind einige Grundmauern und das alte Hammerwerk noch erhalten. An der nordwestlichen Ausbuchtung des Sees folgt der Prims-Zufluss. Über die See-Brücke geht es zurück, rechts führt der Radweg ins Tal der Prims zur Quelle bei Malborn. Wer mag, kann sich auf der südöstlichen Seeseite, etwa zwei Kilometer entfernt, den Keltischen Ringwall Otzenhausen anschauen. Dann kommt man aber auf gut 15 Kilometer Tour-Länge.

www.bostalsee.de