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So profitieren Dörfer in der Region von Fördergeld aus Mainz

So profitieren Dörfer in der Region von Fördergeld aus Mainz

Im Rahmen der Städtebauförderung fließt von Bund und Land seit Jahren Geld an Städte wie Trier, Konz oder Bitburg. Jetzt können erstmals auch Dörfer in den Genuss von Mitteln kommen, wenn sie miteinander kooperieren.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) freut sich über eine Entscheidung der großen Koalition in Berlin: Die unter Schwarz-Gelb zurückgefahrene Städtebauförderung soll wieder ausgeweitet werden. In welcher Höhe Mittel fließen, ist noch offen.

Grundsätzlich richtet sich die Städtebauförderung an Ober- und Mittelzentren sowie Grundzentren, die städtisch geprägt sind. Lewentz will nun auch Gemeinden mit dörflichem Charakter einbeziehen. Die Aufsichtsbehörde ADD hat alle Verbandsgemeinden informiert. Etliche Anfragen hat es bereits gegeben. Bewerbungen noch nicht.
Laut Ministerium sind von 2011 bis 2013 insgesamt 20 Millionen Euro in die Region geflossen. Davon bekam die Stadt Trier 3,8 Millionen Euro, der Kreis Bernkastel-Wittlich 4,9 Millionen, der Eifelkreis Bitburg-Prüm 6,4 Millionen und der Kreis Trier-Saarburg 4,5 Millionen. Der Vulkaneifelkreis erhielt 400.000 Euro.

Die Städtebauförderung umfasst mehrere Programme. Wittlich, Bitburg, Prüm und Konz profitieren etwa vom Programm "Aktive Stadtzentren", Trier nutzt "Soziale Stadt". Minister Lewentz will nun das Förderprogramm "Ländliche Zentren" für Gemeinden öffnen, die von Abwanderung oder vom demografischen Wandel betroffen sind.
Zwei oder drei Gemeinden mit jeweils mehr als 1000 Einwohnern sollen Kooperationsverbünde gründen. Innerhalb des Netzwerkes soll ein Entwicklungskonzept für die nächsten acht bis zehn Jahre erarbeitet werden.

"Mit den Fördermitteln können die Gemeinden ihren Stadtkern oder ihre Ortsmitte kontinuierlich entwickeln", sagt der Minister. Der Gemeinde- und Städtebund begrüßt das als "richtigen Schritt, um Abwanderungstendenzen aus den ländlichen Räumen entgegenzuwirken".

Hintergrund: Projekte gegen den Bevölkerungsschwund