So werden Flüchtlinge untergebracht: Der Weg von der Aufnahmeeinrichtung in die Kommunen

Trier/Mainz · Wie lange leben Flüchtlinge in der Aufnahmeeinrichtung oder deren Nebenstellen? Wie funktioniert die Verteilung auf die Kommunen? Hier die wichtigsten Infos.

Trier/Mainz. Für die Aufnahme und die Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland und Rheinland-Pfalz gibt es klare Regeln.

Zentrale Aufnahmeeinrichtung (AfA): Die zentrale Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz befindet sich in Trier. Sie verfügt über Außenstellen im Stadtteil Euren und in Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen). Sobald Flüchtlinge einen Asylantrag gestellt haben, müssen sie sich in eine AfA begeben, die für ihr Herkunftsland zuständig ist. Denn in jeder AfA gibt es eine Außenstelle des Bundesamtes für Flüchtlinge. Dort werden die Personalien der Flüchtlinge festgestellt und die Asylanträge bearbeitet. In der AfA verbringen die Flüchtlinge maximal drei Monate, bevor sie nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kommunen verteilt werden.

Notunterkünfte/Zelte: Wegen der großen Zahl an Flüchtlingen ist in der AfA-Außenstelle Trier-Euren zunächst eine Halle zusätzlich angemietet worden, um den ankommenden Menschen zumindest eine Übernachtungsmöglichkeit zu bieten, bis ihre Personalien erfasst sind. Inzwischen sind vor allem wegen des Zustroms aus dem Kosovo weitere Zelte aufgebaut worden, in der Flüchtlinge möglichst nur für eine kurze Zeit untergebracht sind.

Kommunen: Innerhalb von vier Wochen bis maximal drei Monaten werden die Asylbegehrenden auf die Kommunen in Rheinland-Pfalz verteilt. Das geschieht erneut nach einer Quote, die sich an der Einwohnerzahl der Kreise und Kommunen orientiert. Da Wohnraum häufig knapp ist, stellen einige Orte Wohncontainer auf. Solange über ein Asylverfahren nicht entschieden ist, besteht für die Flüchtlinge keine Wahlmöglichkeit bei der Suche nach einer Unterkunft.

Jugendliche Flüchtlinge: Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge stehen unter besonderem Schutz. Sie sind zunächst in einem sogenannten Clearinghaus untergebracht (der TV berichtete). Danach wohnen sie in Einrichtungen der Jugendhilfe. r.n.

Mehr Infos: willkommensnetz.de

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