Soldaten als Passagiere

HAHN. (wie) Die Zahl der zivilen Militärflüge auf dem Hahn hat weiter zugenommen. Die Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn hat allein für Juli 78 dieser Truppentransporte auf dem Hunsrück-Flughafen registriert.

Der Hahn entwickelt sich immer mehr zum Militärflughafen. Das jedenfalls befürchten Mitglieder der Bürgerinitiative gegen den Nachtflug auf dem Hunsrück-Flughafen. Sie haben im Juli 78 solcher Flüge, die überwiegend nachts auf dem Hahn landen, registriert - mehr als in den Monaten zuvor. Insgesamt gab es 450 solcher Flüge im vergangenen Jahr vom Hunsrück aus. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden. Bislang hieß es seitens der Flughafen-Verantwortlichen immer, dass nicht mehr als fünf bis sechs dieser Flüge pro Woche abgewickelt würden. Seit einiger Zeit steht die Betreibergesellschaft in der Kritik, mit den US-Truppentransporten vom und in den Nahen Osten ihre Passagierbilanz aufzubessern. Laut offizieller Statistik landeten im Mai 15 000 und im Juni 11 300 US-Soldaten auf dem Hahn, um nach kurzem Tankstopp weiterzufliegen. Für viele der zivilen Militärflüge, mit denen auch Material transportiert wird, werden laute Maschinen wie etwa die DC 10 verwendet. Da die meisten Transporte nachts stattfinden, will die Bürgerinitiative gegen die zunehmende Lärmbelästigung vorgehen. Die Flüge schadeten den im Hunsrück lebenden Menschen und sich dort aufhaltenden Touristen, kritisieren die Flughafen-Gegner.